Seit Monaten diskutiert man über die Erhöhung des Rentenalters auf 67, 69 oder 70 Jahre. Fakt ist, um die volle Rente zu beziehen, müssen die Jahrgänge ab 1964 künftig bis 67 Jahre arbeiten.
Haben sich die diskutierenden Sesselpupser Gedanken gemacht, was das für manche Berufsgruppen bedeutet? Die akademischen Berufe lassen wir außen vor, weil das meist eine sitzende und körperlich weniger anstrengende Tätigkeit ist.
Alten- und Krankenpfleger bekommen nach Jahren Rückenprobleme, weil sie die Pflegepersonen und Kranken zum waschen anheben oder aus dem Bett hieven müssen, um das Bett überziehen zu können.
Die Handwerksberufe sind alle mit körperlicher Anstrengung verbunden. Ich kenne einen 48jährigen Schreinermeister, der mit 14 Jahren seine Lehre begann. Nach 34 Jahren im Beruf braucht er eine neue Hüfte. Der Schreiner- oder Tischlerberuf ist mit viel schleppen verbunden. Türzargen und -blätter, Holz und Holzplatten als Untergrund für Bodenbeläge müssen getragen werden. Nicht jedes Wohnhaus, in dem sie arbeiten, hat einen Aufzug. Ihr Arbeitsmaterial müssen sie die ein oder andere Etage nach oben schleppen. Das sind ordentliche Gewichte.
Bei uns im Haus werden seit Wochen zwei Wohnungen rundum erneuert. Komplettsarnierung. Die Wohnungen werden in einen Rohbau versetzt. Die schlimmste Drecks- und Knochenarbeit haben die Arbeiter der Abrissfirmen. Heizkörper und Sanitäranlagen werden entfernt, Kacheln abgeschlagen, der Putz wird bis aufs Gemäuer entfernt, die alten Decken werden bis auf den tragenenden Untergrund entfernt. Teilweise sind die Zwischenwände eingerissen worden, weil sie alt und bröckelig sind. Die Männer arbeiten bei den winterlichen Temperaturen in eiskalten Wohnungen. Sie tragen Pudelmützen, dicke Handschuhe, Pullover und Stiefel. Neben der Kälte und der körperlichen Anstrengung sind sie dem Lärm, dem Staub und dem Dreck ausgesetzt.
Bei den Abrissarbeiten hatten sie die Fenster geöffnet, sonst bekommen sie ja kaum Luft. Das hat so gestaubt und gequalmt, dass die Nachbarn die Feuerwehr gerufen haben, weil sie gedacht haben es brennt. Den ganzen Schutt haben sie aus den verschiedenen Räumen mit Schaufeln in Schubkarren und zur Straßenseite durch eine Röhre in einen Container geladen. Bei einer Wohnung waren Röhre und Container erst Tage später gekommen. Die Männer haben die abgeschlagenen Steine und den Schutt in Eimern nach unten tragen müssen.
Maurer, Fliesenleger, Bodenleger, Heizungmonteure, Maler, Schreiner, Gas- und Wasserinstallateure, Klempner etc. sitzen nicht auf dem bequemen Stuhl und schauckeln sich ..., na Sie wissen schon. Sie arbeiten stehend, bückend, kniend, schleppend. Was sie einatmen müssen, kann teilweise nicht gesund sein. Unterhalten Sie sich mit ihnen über die Erhöhung des Rentenalters. Nach etlichen Jahren in diesen Berufen bekommen sie Rücken-, Hüft-, Knie- oder Gelenkprobleme.
Es gibt den ein oder anderen gnädigen Politikermenschen, der das einsieht. Man könnte sie ja noch im Verkauf einsetzen. Verkäufer arbeiten hauptsächlich stehend. Man könnte sie für eine Computertätigkeit einsetzen. Man kann ihnen aber einfach ihren verdienten Ruhestand gönnen. Da unsere Politiker zumindest verbal angeblich so um das Wohl der Kinder bedacht sind: Oma und Opa sind für Kinder wichtige Bezugspersonen. Von halb zu Tode geschufteten Großeltern haben sie nichts.
Von der Lehre bis zum derzeitigen Rentenalter haben sie ca. 45 Jahre oder mehr eingezahlt und Knochenarbeit geleistet. Als ich meine letzte Steuerklärung beim Finanzamt abgegeben habe, musste ich mir das Grinsen sehr verkneifen. Meine Finanztante, ich schätze sie auf Mitte 30, stöhnte wegen ihres Rückens. Sie bräuchte dringend mal wieder ein paar Massagen. Eine ständig sitzende Tätigkeit kann den Rücken auch sehr belasten. Im Büro oder in einer Behörde kann man zwischendurch ein paar Entspannungsübungen machen oder sich die Beine vertreten.
Mit den Handwerkern habe ich mich über die Erhöhung des Rentenalters unterhalten. Einer sagte: "Ich hätte Lust die über einen Bau zu scheuchen". Das war noch eine der milden Antworten.
Wie sollen die Rentenkassen voll werden, wenn unsere Politiker 1-Eurojobs, Geringverdienertätigkeiten, "gemeinnützige" Arbeit und schlecht bezahlte Zeit- und Leiharbeit fördern bzw. die Problematik aussitzen? Der Niedriglohnsektor boomt seit Jahrzehnten. Deshalb hat man die Gastarbeiter geholt. Wenn wir in den Sechziger Jahren beginnen und die Entwicklung und die Politik genau verfolgen, wird es durchschaubar. Es gipfelte in Hartz IV und in sog. prekärer Arbeit. Die Arbeitsverhältnisse wurden flexibel und unsicherer. Der Kündigungsschutz wurde gelockert. Das hat Folgen für das Einkommen, die Sicherheit des Arbeitsplatzes und die Gestaltung der Arbeitszeit.
Und was munkelt man über Sachsen? Der Landtag plant eine neue Politikerrente ab 62. Abgeordnete bekommen ihre Rente oder Pension ohne, dass sie selber etwas eingezahlt haben zzgl. des Geldes aus Nebentätigkeiten.
Wir möchten über die weltweiten Missstände informieren, die die Kinder dieser Welt betreffen. Kinder sind nicht nur die Zukunft, sie sind die kleinen Menschen, die wir großen Menschen zu beschützen haben. Wir tragen für sie die Verantwortung. Sie sind auf den Schutz und das Wohlwollen der Erwachsenen angewiesen. Diese kleinen Wesen können zunächst nichts ohne uns.
Montag, 20. Dezember 2010
Sonntag, 19. Dezember 2010
Der Wutbürger
Watt für ein Ding? Aus welchen verstaubten Amtsstuben haben sie das (Un)wort des Jahres geholt? Ich dachte zunächst, es sei eine Erfindung einer Fastfoodkette: aus Cheeseburger oder Wopperburger machen wir halt einen Wutburger. Langsam: es heißt Wutbürger.
Demonstranten und der protestierende "Wutbürger" sind offensichtlich Gefahren für unsere rechtsstaatliche Demokratie, lasen heute meine wunderschönen blauen Augen. Demonstrieren bedeutet sich zeigen. Protestieren bedeutet öffentlich als Zeuge auftreten, laut verkünden. Das ist nichts schlimmes. Allerdings wird es hochstilisiert. Sie sind kritisch? Dann sind Sie ab jetzt ein Wutbürger oder Tellolist.
Wer demonstriert und protestiert ist ein "Wutbürger"? Haben die Damen und Herren nichts besseres zu tun, als sich so einen Unsinn auszudenken? Ich hatte das Wort vorher nicht gehört und gelesen. Ich lese viel.
"Das Wort Wutbürger hatte weder ich noch irgendjemand, den ich kenne je gehört, bevor es zum Wort des Jahres ernannt wurde. Hier wurde ein Wort erfunden um Bürger, die sich wehren, gegen was auch immer , zu diskreditieren".
"Was haben sie gegen "unmittelbaren Zugriff" der Menschen "zur Entscheidung"?
Wenn zunehmend Entscheidungen gegen den Willen der Mehrheit getroffen werden (zB. Umbau der EU zur sozialistischen Transferunion), missachtet die Politik das Prinzip des "demokratischen Rechtsstaates". Als "Willkürherrschaft " können dies nur diejenigen bezeichnen, die den Kontakt zu den Menschen völlig verloren haben."
Die Kommis habe ich bei Welt-Online geklaut. Wg. der Urhebernummer muss ich es erwähnen, bevor wir die Abmahnanwälte im Nacken sitzen haben. "Tolles" Geschäft was? Dafür haben sie Jura studiert?!
Wir lesen stets von Gegnern. Die Gegner sind nicht nur gegen etwas, sie sind auch für etwas, was nicht erwähnt wird. Es gibt immer den Umkehrschluss. Wenn ich gegen etwas bin, bin ich auch für etwas.
In dem Artikel wird Autokratismus erwähnt, ach so. "Selbstherrschertum", von griech. "auto" - selbst, "kratein" - herrschen. Manche Schreiber sollten sich fragen, für wen sie schreiben? Für das Volk? Wer soll denn das ohne Fremdwörterkenntnis verstehen? Ich gehöre zu den Menschen, die die Bedeutung der Wörter verfolgen. Wenn man die Bedeutung kennt, sie in dem Zusammenhang erkennen will, fragt man sich, was man uns eigentlich mitteilen wollte?!
Eier und Integrität? Manche Leute haben beides nicht.
Oh, da sind noch ein paar Wörter erwähnt, die man regelmäßig missbraucht, umdeutet und nach Gutdünken benutzt. Finden Sie sie?
Seit ich (fremd)sprachbegabte Kinder habe, die die Angewohnheit haben Wörter und Sätze zu hinterfragen, bin ich noch skeptischer geworden. Kinder können uns viel beibringen. Das sind "kleine" Lateiner. Diese Sprache ist nicht tot. Auf ihr basieren viele Sprachen. Ich brauche kein Fremdwörterlexikon. Ich habe sie. Mama, warum gibt es Buttermilch und keine Margarinemilch? Sie sind hinterfragende Menschlein, die wir nicht mundtot machen sollten. Es gab manche Fragen, die mich an die Grenzen meiner Kenntnisse und meines Sprachvermögens brachten. Wir haben ein Ergebnis gefunden.
Kennen Sie den Unterschied zwischen Wörter und Worte? Wörter sind Buchstabengebilde wie Käsekuchen, Schneemann, Kind, Frau, Mann, Katze, Maus, Hund. Man nennt es die kleinste grammatikalische Einheit. Worte sind ein Sinnspruch oder ein Satz. Mit Wörtern und Worten wird gezielt gespielt, manipuliert und demagogisch vorgegangen. Wer nicht darauf herein fallen will, sollte den Wortursprung kennenlernen. Im Laufe der Zeit wurden viele Wörter umgedeutet.
In mir ist keine Wut, kein Hass. Ich fühle Enttäuschung, die andere Menschen auch fühlen. Es hat nichts mit Wut zu tun, sondern mit Unmut. Die Volksvertreter haben uns verraten. Es ist egal, welcher Partei sie angehören und wie sie sich nennen. Ansonsten läßt die Pauschalierung oder Pauschalisierung grüßen. Fragen Sie sich, warum "Wutbürger" erschaffen wurde?! Vor Monaten erzählten PolitikerInnen über bevorstehende Unruhen. Zufall oder Kalkül?
Sie werden zuschauen, wenn sich die Leute die Köpfe einschlagen und wie Phönix aus der Asche aufstehen. Sie schicken ihre Kampftruppen. Diese Truppen sollten sich überlegen, wem oder was sie dienen. Das hat doch stets geklappt. Und warum? Wir sitzen im warmen Bunker. Ihr haut euch auf die Knochen. Mit Betroffenheitsmienen bedauern wir die Opfer. Möglicherweise errichten wir ein Denkmal, aber nicht für alle. Das wägen wir gut ab. Wer ist eines Denkmales wert?
Kennen Sie "Le Train"? Der Film ist nach einer wahren Begebenheit gedreht worden. Ein Flüchlingszug in Frankreich. Ohne Rüchsicht auf Verluste -es heißt heute Kollateralschaden- wurde der Flüchtlingszug beschossen. Viele Tote. Gibt es für sie ein Denkmal?
Kennen Sie "Die Nacht von Ferrara"? Andersdenkende Menschen wurden von den Erfüllungsgehilfen an einer Brückenmauer hingerichtet. Bumm, bumm. Heil Duce. Für sie gibt es ein Denkmal genau an der Stelle des Attentates.
Es gibt so viele Dinge, die vertuscht wurden und die schlimmste Vertuschung ist der Machtmissbrauch der Sprache.
Anarchie ist nicht die Gesetzlosigkeit, sondern Selbstbestimmung, die Herrschaftslosigkeit. Die Macht der Wörter.
Die Originalversion. Wer ist der Führer? Es spielt keine Rolle wie er heißt. Ein Rolle spielt, dass die Menschen offensichtlich einen "Führer" wollen, sonst müssten sie ihr Leben eigentverantwortlich selbst in die Hand nehmen:
Hitler ist ein Beispiel. Dem vorangegangen sind viele andere, die man verschweigt.
Wir grüßen alle "Wutbürger" zum vierten Advent
Demonstranten und der protestierende "Wutbürger" sind offensichtlich Gefahren für unsere rechtsstaatliche Demokratie, lasen heute meine wunderschönen blauen Augen. Demonstrieren bedeutet sich zeigen. Protestieren bedeutet öffentlich als Zeuge auftreten, laut verkünden. Das ist nichts schlimmes. Allerdings wird es hochstilisiert. Sie sind kritisch? Dann sind Sie ab jetzt ein Wutbürger oder Tellolist.
Wer demonstriert und protestiert ist ein "Wutbürger"? Haben die Damen und Herren nichts besseres zu tun, als sich so einen Unsinn auszudenken? Ich hatte das Wort vorher nicht gehört und gelesen. Ich lese viel.
"Das Wort Wutbürger hatte weder ich noch irgendjemand, den ich kenne je gehört, bevor es zum Wort des Jahres ernannt wurde. Hier wurde ein Wort erfunden um Bürger, die sich wehren, gegen was auch immer , zu diskreditieren".
"Was haben sie gegen "unmittelbaren Zugriff" der Menschen "zur Entscheidung"?
Wenn zunehmend Entscheidungen gegen den Willen der Mehrheit getroffen werden (zB. Umbau der EU zur sozialistischen Transferunion), missachtet die Politik das Prinzip des "demokratischen Rechtsstaates". Als "Willkürherrschaft " können dies nur diejenigen bezeichnen, die den Kontakt zu den Menschen völlig verloren haben."
Die Kommis habe ich bei Welt-Online geklaut. Wg. der Urhebernummer muss ich es erwähnen, bevor wir die Abmahnanwälte im Nacken sitzen haben. "Tolles" Geschäft was? Dafür haben sie Jura studiert?!
Wir lesen stets von Gegnern. Die Gegner sind nicht nur gegen etwas, sie sind auch für etwas, was nicht erwähnt wird. Es gibt immer den Umkehrschluss. Wenn ich gegen etwas bin, bin ich auch für etwas.
In dem Artikel wird Autokratismus erwähnt, ach so. "Selbstherrschertum", von griech. "auto" - selbst, "kratein" - herrschen. Manche Schreiber sollten sich fragen, für wen sie schreiben? Für das Volk? Wer soll denn das ohne Fremdwörterkenntnis verstehen? Ich gehöre zu den Menschen, die die Bedeutung der Wörter verfolgen. Wenn man die Bedeutung kennt, sie in dem Zusammenhang erkennen will, fragt man sich, was man uns eigentlich mitteilen wollte?!
Eier und Integrität? Manche Leute haben beides nicht.
Oh, da sind noch ein paar Wörter erwähnt, die man regelmäßig missbraucht, umdeutet und nach Gutdünken benutzt. Finden Sie sie?
Seit ich (fremd)sprachbegabte Kinder habe, die die Angewohnheit haben Wörter und Sätze zu hinterfragen, bin ich noch skeptischer geworden. Kinder können uns viel beibringen. Das sind "kleine" Lateiner. Diese Sprache ist nicht tot. Auf ihr basieren viele Sprachen. Ich brauche kein Fremdwörterlexikon. Ich habe sie. Mama, warum gibt es Buttermilch und keine Margarinemilch? Sie sind hinterfragende Menschlein, die wir nicht mundtot machen sollten. Es gab manche Fragen, die mich an die Grenzen meiner Kenntnisse und meines Sprachvermögens brachten. Wir haben ein Ergebnis gefunden.
Kennen Sie den Unterschied zwischen Wörter und Worte? Wörter sind Buchstabengebilde wie Käsekuchen, Schneemann, Kind, Frau, Mann, Katze, Maus, Hund. Man nennt es die kleinste grammatikalische Einheit. Worte sind ein Sinnspruch oder ein Satz. Mit Wörtern und Worten wird gezielt gespielt, manipuliert und demagogisch vorgegangen. Wer nicht darauf herein fallen will, sollte den Wortursprung kennenlernen. Im Laufe der Zeit wurden viele Wörter umgedeutet.
In mir ist keine Wut, kein Hass. Ich fühle Enttäuschung, die andere Menschen auch fühlen. Es hat nichts mit Wut zu tun, sondern mit Unmut. Die Volksvertreter haben uns verraten. Es ist egal, welcher Partei sie angehören und wie sie sich nennen. Ansonsten läßt die Pauschalierung oder Pauschalisierung grüßen. Fragen Sie sich, warum "Wutbürger" erschaffen wurde?! Vor Monaten erzählten PolitikerInnen über bevorstehende Unruhen. Zufall oder Kalkül?
Sie werden zuschauen, wenn sich die Leute die Köpfe einschlagen und wie Phönix aus der Asche aufstehen. Sie schicken ihre Kampftruppen. Diese Truppen sollten sich überlegen, wem oder was sie dienen. Das hat doch stets geklappt. Und warum? Wir sitzen im warmen Bunker. Ihr haut euch auf die Knochen. Mit Betroffenheitsmienen bedauern wir die Opfer. Möglicherweise errichten wir ein Denkmal, aber nicht für alle. Das wägen wir gut ab. Wer ist eines Denkmales wert?
Kennen Sie "Le Train"? Der Film ist nach einer wahren Begebenheit gedreht worden. Ein Flüchlingszug in Frankreich. Ohne Rüchsicht auf Verluste -es heißt heute Kollateralschaden- wurde der Flüchtlingszug beschossen. Viele Tote. Gibt es für sie ein Denkmal?
Kennen Sie "Die Nacht von Ferrara"? Andersdenkende Menschen wurden von den Erfüllungsgehilfen an einer Brückenmauer hingerichtet. Bumm, bumm. Heil Duce. Für sie gibt es ein Denkmal genau an der Stelle des Attentates.
Es gibt so viele Dinge, die vertuscht wurden und die schlimmste Vertuschung ist der Machtmissbrauch der Sprache.
Anarchie ist nicht die Gesetzlosigkeit, sondern Selbstbestimmung, die Herrschaftslosigkeit. Die Macht der Wörter.
Die Originalversion. Wer ist der Führer? Es spielt keine Rolle wie er heißt. Ein Rolle spielt, dass die Menschen offensichtlich einen "Führer" wollen, sonst müssten sie ihr Leben eigentverantwortlich selbst in die Hand nehmen:
Hitler ist ein Beispiel. Dem vorangegangen sind viele andere, die man verschweigt.
Wir grüßen alle "Wutbürger" zum vierten Advent
Samstag, 18. Dezember 2010
Der Jahrtausendwinter?
Anfänglich war es der Jahrhundertwinter. Medien berichten mehr und mehr vom Jahrtausendwinter. Wenn man bedenkt, dass das Jahrhundert und das Jahrtausend gerade mal 10 Jahre jung sind, fragt man sich, ob sie eine Macke haben? Jahrzehntwinter hätte ich ja noch verstanden. Es ist bestimmt die Klimaerwärmung oder haben wir jetzt ein "global cooling"? Möglicherweise ist der Schnee von heute wärmer, als der Schnee vor 20 Jahren?
Solche Winter waren früher (damals) normal. In meiner Kindheit hat es spätestens ab Ende November geschneit. Wir holten den Schlitten und die Gleitschuhe aus dem Keller und hatten unseren Spaß. Schneemänner wurden gebaut. Schneeball"schlachten" waren an der Tagesordnung. Und "einseifen" mit Schnee. In den hiesigen Schulen werden Schneebälle verboten, weil man damit verletzten könnte. Aha. Einige Lehrkräfte erklärten den Kindern grinsend, dass ein Schneeball etwas anderes sei, als das Werfen von nicht geformtem Schnee. Ich muss Ihnen nicht erklären, was dann geschah.
Wir sind diese Winter nicht mehr gewöhnt. Wir nehmen an, das sind die Russen "schuld". Den Winter haben sie uns bestimmt geschickt, weil wir von ihrem Gas abhängig sind. Es gibt "Experten", die sagen, man müsse einen Unterschied zwischen Klima und Wetter sehen. Dann schauen wir mal als anfängliche Erklärung:
Klima
"Das Klima steht als Begriff für die Gesamtheit aller meteorologischen Vorgänge, die für den durchschnittlichen Zustand der Erdatmosphäre an einem Ort verantwortlich sind. Oder anders ausgedrückt: Klima ist die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufeinanderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Das Klima wird dabei jedoch nicht nur von Prozessen innerhalb der Atmosphäre, sondern vielmehr durch das Wechselspiel aller Sphären der Erde (Kontinente, Meere, Atmosphäre) sowie der Sonnenaktivität geprägt. Es umfasst zudem unterschiedlichste Größenordnungen, wobei vor allem die zeitliche und räumliche Dimension des Klimabegriffs von entscheidender Bedeutung für dessen Verständnis ist."
"Meteorologie ist die Lehre von der Physik und Chemie der Atmosphäre. Oft wird Meteorologie auch mit Physik der Atmosphäre gleich gesetzt. Das ist jedoch nicht ganz korrekt, denn viele Prozesse (z.B. Ozonbildung) sind eher dem Bereich der Chemie zuzuordnen. Meteorologie wird im Allgemeinen zu dem Gebiet der Geowissenschaften gezählt, jedoch ist eine große Nähe zur Physik vorhanden, so dass an vielen Universitäten die Meteorologie an der Fakultäten für Physik angegliedert ist.
Die bekanntesten Anwendungsgebiete der Meteorologie sind die Wettervorhersage und die Klimatologie."
Selbstverständlich hat das Wetter nichts mit dem Klima zu tun?! Klima ist ein Durchschnittswert. Normalweise hat die Region x zu dieser oder jener Jahreszeit die oder die Bedingungen und Temperaturen. Wenn das durcheinander gerät durch verschiedene oder mögliche Faktoren haben Medien Grund zur Panikmache. Sie berichten von Schneemassen. Seit wann sind 10 oder 20 cm Schnee Massen?
Wir erkennen gerade, dass die moderne Technik anscheinend nicht taugt und/oder anfällig ist, sobald es Schnee gibt und die Schneeflöckchen die Städter ins Schnee"chaos" stürzen. Verwandte leben in Ba-Wü. Für sie ist Schnee im Winter normal. Dort wird zügig geräumt und gestreut, weil sie vorbereitet sind. Bei uns scheinen die Kommunen den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen zu sein oder nicht auf die Wettervorhersage gehört zu haben.
Für Pkw gibt es die Winterreifenpflicht, was bei den Witterungsbedingungen vernünftig ist. Lkw brauchen nur Winterreifen bei der Antriebsachse bzw. fahren Ganzjahresreifen. Politiker diskutieren nun darüber, ob Winterreifen bei Lkw Pflicht sein sollen oder es die Schneekettenpflicht geben solle. Ja, bis sie fertig diskutiert haben ist der Winter vorbei und es sind noch mehr Unfälle passiert. Zu den Lkw ein wenig Info. Vielleicht sollte man die Diskussion verbinden mit einer Diätenerhöhung für Abgeordnete. Dann geht es sicher schneller.
Wir sollten es nicht den Lkw-Fahrern anlasten, sondern denen, die sich um ihre Arbeits-, Lohn-, Fahrbedingungen und die Einhaltung der Ruhezeiten kaum Gedanken machen. Wenn sie bis dann und dann nicht geliefert haben, ungeachtet aller Bestimmungen, sind sie ihre Arbeit los. Ohne die Lkw-Fahrer hätten wir eine Versorgungsproblem. Für die Lkw-Fahrer:
In diesem Film versprach ein Politiker den Fahrern bessere Bedingungen und im nächsten Atemzug nannte er sie, ohne, dass sie es hören konnten, den letzten Dreck. Ohne "den letzten Dreck" wären wir ziemlich aufgeschmissen.
Denken wir an Spanien und was man mit den Fluglotsen getan hat in einer "Demokratie". Seid ihr nicht arbeitswillig dann kommt der Alarmzustand, der Notzustand, das Militärgesetz im Rahmen der Sicherheit, des Schutzes und der Erhaltung der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Das ist wieder ein anderes Thema.
Und wie ging es aus?
Irgendwie haben sich Polizisten und die Bevölkerung mit ihnen solidarisch erklärt :-) Ich würde lieber einem Lkw-Fahrer Asyl gewähren, als einem Politker.
Solche Winter waren früher (damals) normal. In meiner Kindheit hat es spätestens ab Ende November geschneit. Wir holten den Schlitten und die Gleitschuhe aus dem Keller und hatten unseren Spaß. Schneemänner wurden gebaut. Schneeball"schlachten" waren an der Tagesordnung. Und "einseifen" mit Schnee. In den hiesigen Schulen werden Schneebälle verboten, weil man damit verletzten könnte. Aha. Einige Lehrkräfte erklärten den Kindern grinsend, dass ein Schneeball etwas anderes sei, als das Werfen von nicht geformtem Schnee. Ich muss Ihnen nicht erklären, was dann geschah.
Wir sind diese Winter nicht mehr gewöhnt. Wir nehmen an, das sind die Russen "schuld". Den Winter haben sie uns bestimmt geschickt, weil wir von ihrem Gas abhängig sind. Es gibt "Experten", die sagen, man müsse einen Unterschied zwischen Klima und Wetter sehen. Dann schauen wir mal als anfängliche Erklärung:
Klima
"Das Klima steht als Begriff für die Gesamtheit aller meteorologischen Vorgänge, die für den durchschnittlichen Zustand der Erdatmosphäre an einem Ort verantwortlich sind. Oder anders ausgedrückt: Klima ist die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände, einschließlich ihrer typischen Aufeinanderfolge sowie ihrer tages- und jahreszeitlichen Schwankungen. Das Klima wird dabei jedoch nicht nur von Prozessen innerhalb der Atmosphäre, sondern vielmehr durch das Wechselspiel aller Sphären der Erde (Kontinente, Meere, Atmosphäre) sowie der Sonnenaktivität geprägt. Es umfasst zudem unterschiedlichste Größenordnungen, wobei vor allem die zeitliche und räumliche Dimension des Klimabegriffs von entscheidender Bedeutung für dessen Verständnis ist."
"Meteorologie ist die Lehre von der Physik und Chemie der Atmosphäre. Oft wird Meteorologie auch mit Physik der Atmosphäre gleich gesetzt. Das ist jedoch nicht ganz korrekt, denn viele Prozesse (z.B. Ozonbildung) sind eher dem Bereich der Chemie zuzuordnen. Meteorologie wird im Allgemeinen zu dem Gebiet der Geowissenschaften gezählt, jedoch ist eine große Nähe zur Physik vorhanden, so dass an vielen Universitäten die Meteorologie an der Fakultäten für Physik angegliedert ist.
Die bekanntesten Anwendungsgebiete der Meteorologie sind die Wettervorhersage und die Klimatologie."
Selbstverständlich hat das Wetter nichts mit dem Klima zu tun?! Klima ist ein Durchschnittswert. Normalweise hat die Region x zu dieser oder jener Jahreszeit die oder die Bedingungen und Temperaturen. Wenn das durcheinander gerät durch verschiedene oder mögliche Faktoren haben Medien Grund zur Panikmache. Sie berichten von Schneemassen. Seit wann sind 10 oder 20 cm Schnee Massen?
Wir erkennen gerade, dass die moderne Technik anscheinend nicht taugt und/oder anfällig ist, sobald es Schnee gibt und die Schneeflöckchen die Städter ins Schnee"chaos" stürzen. Verwandte leben in Ba-Wü. Für sie ist Schnee im Winter normal. Dort wird zügig geräumt und gestreut, weil sie vorbereitet sind. Bei uns scheinen die Kommunen den Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen zu sein oder nicht auf die Wettervorhersage gehört zu haben.
Für Pkw gibt es die Winterreifenpflicht, was bei den Witterungsbedingungen vernünftig ist. Lkw brauchen nur Winterreifen bei der Antriebsachse bzw. fahren Ganzjahresreifen. Politiker diskutieren nun darüber, ob Winterreifen bei Lkw Pflicht sein sollen oder es die Schneekettenpflicht geben solle. Ja, bis sie fertig diskutiert haben ist der Winter vorbei und es sind noch mehr Unfälle passiert. Zu den Lkw ein wenig Info. Vielleicht sollte man die Diskussion verbinden mit einer Diätenerhöhung für Abgeordnete. Dann geht es sicher schneller.
Wir sollten es nicht den Lkw-Fahrern anlasten, sondern denen, die sich um ihre Arbeits-, Lohn-, Fahrbedingungen und die Einhaltung der Ruhezeiten kaum Gedanken machen. Wenn sie bis dann und dann nicht geliefert haben, ungeachtet aller Bestimmungen, sind sie ihre Arbeit los. Ohne die Lkw-Fahrer hätten wir eine Versorgungsproblem. Für die Lkw-Fahrer:
In diesem Film versprach ein Politiker den Fahrern bessere Bedingungen und im nächsten Atemzug nannte er sie, ohne, dass sie es hören konnten, den letzten Dreck. Ohne "den letzten Dreck" wären wir ziemlich aufgeschmissen.
Denken wir an Spanien und was man mit den Fluglotsen getan hat in einer "Demokratie". Seid ihr nicht arbeitswillig dann kommt der Alarmzustand, der Notzustand, das Militärgesetz im Rahmen der Sicherheit, des Schutzes und der Erhaltung der freiheitlich demokratischen Grundordnung. Das ist wieder ein anderes Thema.
Und wie ging es aus?
Irgendwie haben sich Polizisten und die Bevölkerung mit ihnen solidarisch erklärt :-) Ich würde lieber einem Lkw-Fahrer Asyl gewähren, als einem Politker.
EndFear
Zu dem von Andy eingestellten Video muss ich unbedingt senfen. Ja, der Schrei nach Revolution wird laut. Weltweit rappelt es. Die Menschen sind zu recht unzufrieden mit ihren Regierungen. Revolutionen haben im Laufe der Geschichte Veränderungen gebracht, aber nicht unbedingt eine Verbesserung. Woran liegt das? Die Menschen sind auf leere Versprechungen herein gefallen. Sie sind den falschen Predigern hinterher gelaufen.
Wir hören von den Unruhen. Wir sehen die Bilder. Die Berichterstattung fängt meist damit an: nach einer anfänglich friedlichen Demonstration haben Randalierer, Chaoten, Radikale... Wer sind sie und warum werden sie so selten gefasst?
Schauen Sie sich bitte die Bilder von "La Repubblica" an. Wollen wir das Polizisten und Demonstranten sich an den Kragen gehen? Zu Demos scheinen die Regierungen ihre schärfsten "Kampfhunde" zu schicken. Wir sehen auch, wie Demonstranten sich verhalten. Sind das wirklich Demonstranten, denen es um die Sache geht? Man darf Zweifel hegen.
Achten Sie auf das Foto 16. Der Polizist im Vordergrund lächelt den vom Schal und der Kapuze "Vermummten" an. There is no business like show business?
Polizist und Vermummter
Die beiden scheinen sich auch gut zu verstehen.
Sonderbehandlung?
Ich verweise auf mein Geschreibsel über den Agent Provokateur.
"Angie": Der Merkel-Song
Die Kanzlerin hätte Lust eine Kochschule aufzumachen? Dem können wir Abhilfe schaffen. Rheinische Kost, Ruhrpottkost, schlesische Klöße, südländische Küche? Oder soll ich ihr meine Backboys zur Verfügung stellen? Das sind meine Söhne. Sie können klasse Kekse, Brot und Kuchen backen. Das mit den Klößen müssen wir noch üben. Der Älteste kann es schon gut. Der Kleine bekommt es auch noch hin. Sie fangen an die Geschmeidigkeit des Teiges zu lernen. Ich habe sie gelehrt, dass man ein Fingerspitzengefühl für einen Teig haben muss. Nächste Lektion ist der Hefeteig.
Als sie das erste Mal Zwiebeln schälen sollten, rannten sie davon. Es gibt ja Schwimm- und Taucherbrillen. Das war mein Vorschlag. "Bewaffnet" mit ihren Brillen schälten und schnitten sie die "gemeingefährlichen" Zwiebelgewächse. Ich habe so gelacht. Kinder mit Schwimm- und Taucherbrillen in der Küche. Das werden gute Köche, die die Damen ihrer Gunst kulinarisch erfreuen düften. Sie haben schon als Kleinkinder Tim Mälzer gesehen und fingen an auszuprobieren. Na denn.
Freitag, 17. Dezember 2010
Berichte der letzten Tage zur Loveparade
Für alle Interessierten stellen wir Links über die weitere Entwicklung zur Loveparade ein.
Analyse der Katastrophe
Der Ketchupattentäter im Interview
Schaller bittet um Verzeihung
OB Sauerland von eigenen Mitarbeitern ausgepfiffen
Sauerland entschuldigt sich und kritisiert Medien
Wulff ehrt die Helfer der Duisburger Loveparade
Landtag erneut gegen U-Ausschuss zur Loveparade
Politiker ließen sich von Sauerland nicht ehren
Loveparade: Demo zum Ruhr-2010-Finale geplant
Wohl kein Ermittlungsverfahren gegen Sauerland
Loveparade: Kein Verfahren gegen Sauerland
Demnächst namentliche Ermittlungen zur Loveparade?
Erinnerungen an die Loveparade
Zu dem Artikel zur Demo am 18.12.2010 ein unmöglicher Kommentar oder die Worte eines unwissenden Menschen:
"Müssen diese Profilneurotiker jetzt eigentlich bei jeder Veranstaltung in dieser Stadt nerven? Und wieso bietet man hier einer solch kleinen Interessengruppe auch noch eine Plattform? Kaum einer von denen war und ist irgendwie in die LoPa involviert gewesen, war dabei oder hat irgendwelche Angehörige, die dort verletzt oder gar getötet wurden. Bei den meisten handelt es sich um Berufsmeckerer und Hobbydemonstranten oder eben Angehörige der Opposition (LiPa, SPD und Grüne). Unverständlich!!!"
Warum kommen Menschen mit dieser Einstellung nicht zur Demo? Dann wüssten sie, mit wem sie es in Wahrheit zu tun haben. Man findet noch mehr solche bescheidenen Kommentare. In einigen Kommentaren liest man die Herzlosigkeit und den Mangel an Mitgefühl unserer "lieben" Mitmenschen. Sie können die Mitglieder von "Never forget" und "Duisburg21" nicht kennen, sonst würden sie nicht so einen Schwachfug schreiben. Den Protestierenden/uns geht es um die Verantwortung aller Beteiligten in den obersten Etagen. Sie sind keine Sauerland-Hasser. Ihnen/uns geht es um das Nichtvergessen. Es geht um Solidarität. Das scheint für manche Leute ein Fremdwort zu sein.
Uns sollte bewusst sein, dass in Print- und Onlinemedien (bezahlte) Auftragskommentatoren stänkern. Es geht auch darum, wie die Angehörigen behandelt werden. Die Mutter eines der Toten: "Vom Veranstalter und der Stadt Duisburg haben wir nichts gehört, keine Entschuldigung, kein »Tut uns leid«. Das Einzige, was wir bekommen haben, war eine Rechnung vom Krankenhaus über die Praxisgebühr von zehn Euro. Für die Behandlung unseres Sohnes, von 18.10 Uhr bis 18.23 Uhr. Das Geld habe ich überwiesen und in den Betreff geschrieben: »Für meinen toten Sohn«. Das ist pietätslos vom Krankenhaus.
Ein Vater: "Für mich ist es jetzt wichtig, dass das Unglück aufgeklärt wird. Dass ein Schuldiger, nein, ein Verantwortlicher gefunden wird. Dass jemand die Verantwortung übernimmt. Ich habe mir die Dokumente durchgelesen: das Sicherheitskonzept, die Protokolle. Ich bin Bauingenieur und verstehe so etwas. Man hat die Kinder in den Tod getrieben, wie eine Herde. Die Seelsorger, die mit uns gesprochen haben, haben das immer mit dem Tsunami verglichen, aber das war ein Naturereignis. Die Katastrophe in Duisburg war das nicht."
So las sich die persönliche Stellungnahme von Oberbürgermeister Adolf Sauerland zum Loveparade-Unglück ( 02. August 2010 ).
Auf die Angehörigen kommt ein schweres Weihnachtsfest zu. Vergangenes Jahr ist kurz vor Weihnachten mein Bruder gestorben. Es war nichts mehr, wie es vorher war. Ich kann mir vorstellen, wie das Weihnachtsfest für die Familien der jungen Menschen sein wird. Für Eltern gibt es nichts schlimmeres, als das eigene Kind zu verlieren. Viele Schreiber scheinen darüber nicht nachdenken zu wollen oder zu können. Wir wünschen den Angehörigen und Freunden der Toten, der Verletzten, allen physisch und psychisch Verletzten viel Kraft, menschliche Unterstützung und senden unser Mitgefühl. Nehmen Sie sich bitte die Zeit der Trauer und des Verarbeitens. Geben Sie Ihren Tränen freien Lauf.
Am 24.12.2010, ausgerechnet an Heiligabend, wird die Loveparade fünf Monate her sein. An dem Tag werden wir dazu im Kinder-Alarm nichts einstellen. Wir haben das jetzt lieber ein paar Tage vorher gemacht. Wir werden als Teilnehmer der Loveparade, die körperlich unversehrt davon gekommen sind, zum Tunnel gehen.
Ein Vater: "Was jetzt auf uns zukommt, ist Weihnachten, das macht mir richtig Angst. Heiligabend war immer unser Familientag. Da haben wir zusammen schön Fondue gegessen, danach Karten gespielt und Bierchen getrunken, manchmal bis fünf Uhr morgens. Es war der einzige Tag des Jahres, den wir von Anfang bis Ende zusammen verbracht haben. Dieses Jahr werden wir wohl nach Duisburg fahren und eine Kerze im Tunnel aufstellen."
Liebe Betroffene, Sie werden nicht alleine sein. Die Zitate stammen alle aus der Kommentarfunktion von "der Westen". "Selbst schuld" heißt es oft. Freiwillig teilgenommen. Damit macht man es sich zu einfach. Stellen Sie sich vor sie gehen ins Kino, ins Theater, in eine Konzerthalle und die Sicherheitsbestimmungen sind vernachlässigt worden. Ihr Sohn oder ihre Tochter war dabei. Sie selbst. Man verläßt sich auf die deutsche Gründlichkeit und die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen.
Für die Leute die schreiben: bei anderen Ereignissen gab es viel mehr Opfer (kommt es auf die Anzahl der Opfer an?) und darüber wird nicht mehr berichtet. Ja, das stimmt, wenn es um die Massenmedien geht. Warum wird nicht mehr berichtet? Tagesgeschehen. Erledigt. Für die Betroffenen und viele Teilnehmer ist es aber nicht erledigt. Der Zahn der Zeit. Weiter, weiter. Die Schau, die Darbietung, die Auflagenzahl muss weiter gehen.
Eröffnen Sie einen Blog. Bleiben Sie am Ball. Recherchieren Sie. Meckern Sie nicht herum. Tun Sie etwas. Wollen Sie sich alles auf dem Präsentierteller servieren lassen? Wir bleiben wg. der Loveparade am Ball. Wir haben es gesehen, erlebt und überlebt.
Wenn die "woanders gab es aber noch mehr Opfer" Schreiber mehr wissen wollen, nur zu. Vielleicht erhellt es unseren und/oder deren Horizont? Begeben Sie sich ins Krisen- oder Wissensgebiet oder lesen Sie die Nachrichten aus dieser Region. Wer wg. anderer Ereignisse genauere Infos haben möchte, wer hindert ihn/sie?
Analyse der Katastrophe
Der Ketchupattentäter im Interview
Schaller bittet um Verzeihung
OB Sauerland von eigenen Mitarbeitern ausgepfiffen
Sauerland entschuldigt sich und kritisiert Medien
Wulff ehrt die Helfer der Duisburger Loveparade
Landtag erneut gegen U-Ausschuss zur Loveparade
Politiker ließen sich von Sauerland nicht ehren
Loveparade: Demo zum Ruhr-2010-Finale geplant
Wohl kein Ermittlungsverfahren gegen Sauerland
Loveparade: Kein Verfahren gegen Sauerland
Demnächst namentliche Ermittlungen zur Loveparade?
Erinnerungen an die Loveparade
Zu dem Artikel zur Demo am 18.12.2010 ein unmöglicher Kommentar oder die Worte eines unwissenden Menschen:
"Müssen diese Profilneurotiker jetzt eigentlich bei jeder Veranstaltung in dieser Stadt nerven? Und wieso bietet man hier einer solch kleinen Interessengruppe auch noch eine Plattform? Kaum einer von denen war und ist irgendwie in die LoPa involviert gewesen, war dabei oder hat irgendwelche Angehörige, die dort verletzt oder gar getötet wurden. Bei den meisten handelt es sich um Berufsmeckerer und Hobbydemonstranten oder eben Angehörige der Opposition (LiPa, SPD und Grüne). Unverständlich!!!"
Warum kommen Menschen mit dieser Einstellung nicht zur Demo? Dann wüssten sie, mit wem sie es in Wahrheit zu tun haben. Man findet noch mehr solche bescheidenen Kommentare. In einigen Kommentaren liest man die Herzlosigkeit und den Mangel an Mitgefühl unserer "lieben" Mitmenschen. Sie können die Mitglieder von "Never forget" und "Duisburg21" nicht kennen, sonst würden sie nicht so einen Schwachfug schreiben. Den Protestierenden/uns geht es um die Verantwortung aller Beteiligten in den obersten Etagen. Sie sind keine Sauerland-Hasser. Ihnen/uns geht es um das Nichtvergessen. Es geht um Solidarität. Das scheint für manche Leute ein Fremdwort zu sein.
Uns sollte bewusst sein, dass in Print- und Onlinemedien (bezahlte) Auftragskommentatoren stänkern. Es geht auch darum, wie die Angehörigen behandelt werden. Die Mutter eines der Toten: "Vom Veranstalter und der Stadt Duisburg haben wir nichts gehört, keine Entschuldigung, kein »Tut uns leid«. Das Einzige, was wir bekommen haben, war eine Rechnung vom Krankenhaus über die Praxisgebühr von zehn Euro. Für die Behandlung unseres Sohnes, von 18.10 Uhr bis 18.23 Uhr. Das Geld habe ich überwiesen und in den Betreff geschrieben: »Für meinen toten Sohn«. Das ist pietätslos vom Krankenhaus.
Ein Vater: "Für mich ist es jetzt wichtig, dass das Unglück aufgeklärt wird. Dass ein Schuldiger, nein, ein Verantwortlicher gefunden wird. Dass jemand die Verantwortung übernimmt. Ich habe mir die Dokumente durchgelesen: das Sicherheitskonzept, die Protokolle. Ich bin Bauingenieur und verstehe so etwas. Man hat die Kinder in den Tod getrieben, wie eine Herde. Die Seelsorger, die mit uns gesprochen haben, haben das immer mit dem Tsunami verglichen, aber das war ein Naturereignis. Die Katastrophe in Duisburg war das nicht."
So las sich die persönliche Stellungnahme von Oberbürgermeister Adolf Sauerland zum Loveparade-Unglück ( 02. August 2010 ).
Auf die Angehörigen kommt ein schweres Weihnachtsfest zu. Vergangenes Jahr ist kurz vor Weihnachten mein Bruder gestorben. Es war nichts mehr, wie es vorher war. Ich kann mir vorstellen, wie das Weihnachtsfest für die Familien der jungen Menschen sein wird. Für Eltern gibt es nichts schlimmeres, als das eigene Kind zu verlieren. Viele Schreiber scheinen darüber nicht nachdenken zu wollen oder zu können. Wir wünschen den Angehörigen und Freunden der Toten, der Verletzten, allen physisch und psychisch Verletzten viel Kraft, menschliche Unterstützung und senden unser Mitgefühl. Nehmen Sie sich bitte die Zeit der Trauer und des Verarbeitens. Geben Sie Ihren Tränen freien Lauf.
Am 24.12.2010, ausgerechnet an Heiligabend, wird die Loveparade fünf Monate her sein. An dem Tag werden wir dazu im Kinder-Alarm nichts einstellen. Wir haben das jetzt lieber ein paar Tage vorher gemacht. Wir werden als Teilnehmer der Loveparade, die körperlich unversehrt davon gekommen sind, zum Tunnel gehen.
Ein Vater: "Was jetzt auf uns zukommt, ist Weihnachten, das macht mir richtig Angst. Heiligabend war immer unser Familientag. Da haben wir zusammen schön Fondue gegessen, danach Karten gespielt und Bierchen getrunken, manchmal bis fünf Uhr morgens. Es war der einzige Tag des Jahres, den wir von Anfang bis Ende zusammen verbracht haben. Dieses Jahr werden wir wohl nach Duisburg fahren und eine Kerze im Tunnel aufstellen."
Liebe Betroffene, Sie werden nicht alleine sein. Die Zitate stammen alle aus der Kommentarfunktion von "der Westen". "Selbst schuld" heißt es oft. Freiwillig teilgenommen. Damit macht man es sich zu einfach. Stellen Sie sich vor sie gehen ins Kino, ins Theater, in eine Konzerthalle und die Sicherheitsbestimmungen sind vernachlässigt worden. Ihr Sohn oder ihre Tochter war dabei. Sie selbst. Man verläßt sich auf die deutsche Gründlichkeit und die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen.
Für die Leute die schreiben: bei anderen Ereignissen gab es viel mehr Opfer (kommt es auf die Anzahl der Opfer an?) und darüber wird nicht mehr berichtet. Ja, das stimmt, wenn es um die Massenmedien geht. Warum wird nicht mehr berichtet? Tagesgeschehen. Erledigt. Für die Betroffenen und viele Teilnehmer ist es aber nicht erledigt. Der Zahn der Zeit. Weiter, weiter. Die Schau, die Darbietung, die Auflagenzahl muss weiter gehen.
Eröffnen Sie einen Blog. Bleiben Sie am Ball. Recherchieren Sie. Meckern Sie nicht herum. Tun Sie etwas. Wollen Sie sich alles auf dem Präsentierteller servieren lassen? Wir bleiben wg. der Loveparade am Ball. Wir haben es gesehen, erlebt und überlebt.
Wenn die "woanders gab es aber noch mehr Opfer" Schreiber mehr wissen wollen, nur zu. Vielleicht erhellt es unseren und/oder deren Horizont? Begeben Sie sich ins Krisen- oder Wissensgebiet oder lesen Sie die Nachrichten aus dieser Region. Wer wg. anderer Ereignisse genauere Infos haben möchte, wer hindert ihn/sie?
Bilder des Tages
können Sie hier sehen. Wie grüßt denn Frau Wulff? Wenn Sie sich auf die vorherigen sieben Seiten des Forumthreads begeben, finden Sie noch mehr nachdenkliche bzw. ironische Bilder und diverse Videos.
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