Für alle Interessierten stellen wir Links über die weitere Entwicklung zur Loveparade ein.
Analyse der Katastrophe
Der Ketchupattentäter im Interview
Schaller bittet um Verzeihung
OB Sauerland von eigenen Mitarbeitern ausgepfiffen
Sauerland entschuldigt sich und kritisiert Medien
Wulff ehrt die Helfer der Duisburger Loveparade
Landtag erneut gegen U-Ausschuss zur Loveparade
Politiker ließen sich von Sauerland nicht ehren
Loveparade: Demo zum Ruhr-2010-Finale geplant
Wohl kein Ermittlungsverfahren gegen Sauerland
Loveparade: Kein Verfahren gegen Sauerland
Demnächst namentliche Ermittlungen zur Loveparade?
Erinnerungen an die Loveparade
Zu dem Artikel zur Demo am 18.12.2010 ein unmöglicher Kommentar oder die Worte eines unwissenden Menschen:
"Müssen diese Profilneurotiker jetzt eigentlich bei jeder Veranstaltung in dieser Stadt nerven? Und wieso bietet man hier einer solch kleinen Interessengruppe auch noch eine Plattform? Kaum einer von denen war und ist irgendwie in die LoPa involviert gewesen, war dabei oder hat irgendwelche Angehörige, die dort verletzt oder gar getötet wurden. Bei den meisten handelt es sich um Berufsmeckerer und Hobbydemonstranten oder eben Angehörige der Opposition (LiPa, SPD und Grüne). Unverständlich!!!"
Warum kommen Menschen mit dieser Einstellung nicht zur Demo? Dann wüssten sie, mit wem sie es in Wahrheit zu tun haben. Man findet noch mehr solche bescheidenen Kommentare. In einigen Kommentaren liest man die Herzlosigkeit und den Mangel an Mitgefühl unserer "lieben" Mitmenschen. Sie können die Mitglieder von "Never forget" und "Duisburg21" nicht kennen, sonst würden sie nicht so einen Schwachfug schreiben. Den Protestierenden/uns geht es um die Verantwortung aller Beteiligten in den obersten Etagen. Sie sind keine Sauerland-Hasser. Ihnen/uns geht es um das Nichtvergessen. Es geht um Solidarität. Das scheint für manche Leute ein Fremdwort zu sein.
Uns sollte bewusst sein, dass in Print- und Onlinemedien (bezahlte) Auftragskommentatoren stänkern. Es geht auch darum, wie die Angehörigen behandelt werden. Die Mutter eines der Toten: "Vom Veranstalter und der Stadt Duisburg haben wir nichts gehört, keine Entschuldigung, kein »Tut uns leid«. Das Einzige, was wir bekommen haben, war eine Rechnung vom Krankenhaus über die Praxisgebühr von zehn Euro. Für die Behandlung unseres Sohnes, von 18.10 Uhr bis 18.23 Uhr. Das Geld habe ich überwiesen und in den Betreff geschrieben: »Für meinen toten Sohn«. Das ist pietätslos vom Krankenhaus.
Ein Vater: "Für mich ist es jetzt wichtig, dass das Unglück aufgeklärt wird. Dass ein Schuldiger, nein, ein Verantwortlicher gefunden wird. Dass jemand die Verantwortung übernimmt. Ich habe mir die Dokumente durchgelesen: das Sicherheitskonzept, die Protokolle. Ich bin Bauingenieur und verstehe so etwas. Man hat die Kinder in den Tod getrieben, wie eine Herde. Die Seelsorger, die mit uns gesprochen haben, haben das immer mit dem Tsunami verglichen, aber das war ein Naturereignis. Die Katastrophe in Duisburg war das nicht."
So las sich die persönliche Stellungnahme von Oberbürgermeister Adolf Sauerland zum Loveparade-Unglück ( 02. August 2010 ).
Auf die Angehörigen kommt ein schweres Weihnachtsfest zu. Vergangenes Jahr ist kurz vor Weihnachten mein Bruder gestorben. Es war nichts mehr, wie es vorher war. Ich kann mir vorstellen, wie das Weihnachtsfest für die Familien der jungen Menschen sein wird. Für Eltern gibt es nichts schlimmeres, als das eigene Kind zu verlieren. Viele Schreiber scheinen darüber nicht nachdenken zu wollen oder zu können. Wir wünschen den Angehörigen und Freunden der Toten, der Verletzten, allen physisch und psychisch Verletzten viel Kraft, menschliche Unterstützung und senden unser Mitgefühl. Nehmen Sie sich bitte die Zeit der Trauer und des Verarbeitens. Geben Sie Ihren Tränen freien Lauf.
Am 24.12.2010, ausgerechnet an Heiligabend, wird die Loveparade fünf Monate her sein. An dem Tag werden wir dazu im Kinder-Alarm nichts einstellen. Wir haben das jetzt lieber ein paar Tage vorher gemacht. Wir werden als Teilnehmer der Loveparade, die körperlich unversehrt davon gekommen sind, zum Tunnel gehen.
Ein Vater: "Was jetzt auf uns zukommt, ist Weihnachten, das macht mir richtig Angst. Heiligabend war immer unser Familientag. Da haben wir zusammen schön Fondue gegessen, danach Karten gespielt und Bierchen getrunken, manchmal bis fünf Uhr morgens. Es war der einzige Tag des Jahres, den wir von Anfang bis Ende zusammen verbracht haben. Dieses Jahr werden wir wohl nach Duisburg fahren und eine Kerze im Tunnel aufstellen."
Liebe Betroffene, Sie werden nicht alleine sein. Die Zitate stammen alle aus der Kommentarfunktion von "der Westen". "Selbst schuld" heißt es oft. Freiwillig teilgenommen. Damit macht man es sich zu einfach. Stellen Sie sich vor sie gehen ins Kino, ins Theater, in eine Konzerthalle und die Sicherheitsbestimmungen sind vernachlässigt worden. Ihr Sohn oder ihre Tochter war dabei. Sie selbst. Man verläßt sich auf die deutsche Gründlichkeit und die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen.
Für die Leute die schreiben: bei anderen Ereignissen gab es viel mehr Opfer (kommt es auf die Anzahl der Opfer an?) und darüber wird nicht mehr berichtet. Ja, das stimmt, wenn es um die Massenmedien geht. Warum wird nicht mehr berichtet? Tagesgeschehen. Erledigt. Für die Betroffenen und viele Teilnehmer ist es aber nicht erledigt. Der Zahn der Zeit. Weiter, weiter. Die Schau, die Darbietung, die Auflagenzahl muss weiter gehen.
Eröffnen Sie einen Blog. Bleiben Sie am Ball. Recherchieren Sie. Meckern Sie nicht herum. Tun Sie etwas. Wollen Sie sich alles auf dem Präsentierteller servieren lassen? Wir bleiben wg. der Loveparade am Ball. Wir haben es gesehen, erlebt und überlebt.
Wenn die "woanders gab es aber noch mehr Opfer" Schreiber mehr wissen wollen, nur zu. Vielleicht erhellt es unseren und/oder deren Horizont? Begeben Sie sich ins Krisen- oder Wissensgebiet oder lesen Sie die Nachrichten aus dieser Region. Wer wg. anderer Ereignisse genauere Infos haben möchte, wer hindert ihn/sie?
Wir möchten über die weltweiten Missstände informieren, die die Kinder dieser Welt betreffen. Kinder sind nicht nur die Zukunft, sie sind die kleinen Menschen, die wir großen Menschen zu beschützen haben. Wir tragen für sie die Verantwortung. Sie sind auf den Schutz und das Wohlwollen der Erwachsenen angewiesen. Diese kleinen Wesen können zunächst nichts ohne uns.
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Freitag, 17. Dezember 2010
Freitag, 6. Januar 2012
Loveparade: 12.2.2012 Schicksalstag für Duisburg
Am 12.2.2012 ist die Abstimmung über die Abwahl des OB Sauerland. Bei dieser Wahl darf ab 16 Jahren gewählt werden. Er hatte als Stadtoberhaupt die politisch-moralische Verantwortung für das Stattfinden der Loveparade auf einem unwegsamen Gelände, das für so eine Großverantstaltung nicht geeignet war. Warnungen wurden ignoriert. Vergessen wir nicht, dass auch die beteiligten Landespolitiker ihr Schärflein dazu beigetragen haben und andere Verantwortliche.
Viele Duisburger, die das Gelände kennen, haben die Loveparade gemieden. "Der Westen" hatte ein paar Tage vorher noch gewarnt. Da es ein Regionalmedium ist, konnten das Besucher aus anderen Städten und Ländern nicht wissen. Die Warnung hätte eigentlich in die bundesweiten Massenmedien gehört. Einige davon waren damit beschäftigt das Event mit Möchtegernpromis zu bewerben. Es ist eine Erklärung dafür, warum fast alle Opfer Auswärtige waren. Etliche Teilnehmer sind heute noch traumatisiert und leiden unter den Folgen. Auch Polizisten, Rettungs- und Sicherheitskräfte.
Loveparade-Opfer schließen sich zusammen
Zur zusammenfassenden Erinnerung: Loveparade 2010-Tragödie in Duisburg
Sauerland beschimpft Abwahlinitiative als Mogelpackung
Zitat Sauerland: „Das Ganze ist eine Mogelpackung, eine Initiative von SPD und Linken“. Watt? Er sollte sich mehr für die Bürger der Stadt interessieren, dann hätte er erlebt, wie viele eingefleischte CDU-Wähler beim Abwahlverfahren aus Empörung über sein Negativverhalten unterschrieben haben. Es kamen ältere Lüttchen mit dem Rollator und schimpften wie die Rohrspatzen.
Das Politiker ein Wahrheitsproblem haben, ist ja nichts Neues. Zitat Sauerland : „Es gab für mich keinen Hinweis darauf, dass irgendetwas nicht genehmigt werden sollte." Aus einem Kommentar bei "Der Westen": "...Stolz war er, dieses Ereignis nach Duisburg geholt zu haben. Er hat doch alle Verantwortlichen mundtot gemacht, wenn es um die Fragen der Sicherheit ging. Ganz Duisburg wird froh sein, wenn die Zeit, in der Sauerland Oberbürgermeister war, der Vergangenheit angehört. Aber vergessen werden wir sie nicht."
Daran kann ich mich auch noch erinnern. Wer stöbern möchte, der Kinder-Alarm hat eine Menge Berichte seit der Loveparade eingestellt. Oben links ist die Suchfunktion. Bitte "Loveparade" eingeben.
Liebe Duisburger und Wahlduisburger, gehen Sie bitte zahlreich in die Wahllokale und nehmen Sie die Jugendlichen ab 16 Lenzen mit. Es stimmt nicht, dass sie sich allgemein nicht interessieren würden. Ich möchte erneut daran erinnern, dass laut Umfragen das Gros der befragten Duisburger gegen die Loveparade in Duisburg war. Wozu Umfragen, wenn sich Politiker darüber erhaben zu glauben fühlen?! Jetzt komme mir hier bloß keiner mehr mit dem Innenquatsch wegen der sprachlichen Gleichberechtigung und der politischen Korrektheit. Schicken wir den Sauerland ins Sauerland, obwohl ich Mitleid mit der Region Sauerland hätte:
Neuste Nachricht: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/heisse-phase-im-abwahlkampf-gegen-duisburgs-ob-sauerland-beginnt-id6218312.html
Zitat daraus: „Wir waren vor den großen Schulen erkennbar präsent, sind aber mit erschreckend wenig Schülern ins Gespräch gekommen“. Das liegt daran, dass Schulen es nicht gerne sehen, wenn man versucht Schöööler zu beeinflussen und sie vorgewarnt haben, weil u.a. proNRW versucht an den Schulen aktiv zu werden. Sie sollen sich gut mit der NPD verstehen. Die Bundeswehr versucht wegen des Rekrutierungs"materials" Einfluss zu nehmen. Eine Werbeveranstaltung nennt man Infoveranstaltung. Mir gefällt es, dass Schulen vorsichtig sind.
Wussten Sie, warum die Schulpflicht eingeführt wurde? Doch nicht wegen der Bildung. Die Regierenden haben bemerkt, dass sie wenig für das Militär zu rekrutieren hatten, wenn die Kinder krank, gebrochen, früh sterbend aus der Industrie und den Stollen kamen. Mist, wenig zum Rekrutieren und zum Vergeuden für Kriege.
"Der Westen" rechne ich hoch an, dass sie das Thema Loveparade nicht aufgegeben haben, auch wenn ich ihnen manchmal wegen anderer Berichte in die Futt treten möchte.
So war das. Wir können es bezeugen und haben bei der Polizei freiwillig ausgesagt, weil wir es erlebt und gesehen haben. Wir haben die Zeichen und Hinweise von Mitmenschen erkannt und waren rechtzeitig draußen. Warum kommt die Staatsanwaltschaft anscheinend nach fast 1 1/2 Jahren nicht in die Puschen?
Es heißt, Menschen seien genötigt worden für das Abwahlverfahren zu unterschreiben. Watt? Nötigung setzt wenn-dann-sonst voraus. Übersetzt: Wenn du nicht tust, was ich dir sage, passiert dir ein Übel. Verwechseln Sie es nicht mit Erpressung. Da geht es unter Druck um einen gewollten Geldvorteil. Damit dürften sich gewisse Politiker, Banker, Manager, etc. bestens auskennen.
Viele Duisburger, die das Gelände kennen, haben die Loveparade gemieden. "Der Westen" hatte ein paar Tage vorher noch gewarnt. Da es ein Regionalmedium ist, konnten das Besucher aus anderen Städten und Ländern nicht wissen. Die Warnung hätte eigentlich in die bundesweiten Massenmedien gehört. Einige davon waren damit beschäftigt das Event mit Möchtegernpromis zu bewerben. Es ist eine Erklärung dafür, warum fast alle Opfer Auswärtige waren. Etliche Teilnehmer sind heute noch traumatisiert und leiden unter den Folgen. Auch Polizisten, Rettungs- und Sicherheitskräfte.
Loveparade-Opfer schließen sich zusammen
Zur zusammenfassenden Erinnerung: Loveparade 2010-Tragödie in Duisburg
Sauerland beschimpft Abwahlinitiative als Mogelpackung
Zitat Sauerland: „Das Ganze ist eine Mogelpackung, eine Initiative von SPD und Linken“. Watt? Er sollte sich mehr für die Bürger der Stadt interessieren, dann hätte er erlebt, wie viele eingefleischte CDU-Wähler beim Abwahlverfahren aus Empörung über sein Negativverhalten unterschrieben haben. Es kamen ältere Lüttchen mit dem Rollator und schimpften wie die Rohrspatzen.
Das Politiker ein Wahrheitsproblem haben, ist ja nichts Neues. Zitat Sauerland : „Es gab für mich keinen Hinweis darauf, dass irgendetwas nicht genehmigt werden sollte." Aus einem Kommentar bei "Der Westen": "...Stolz war er, dieses Ereignis nach Duisburg geholt zu haben. Er hat doch alle Verantwortlichen mundtot gemacht, wenn es um die Fragen der Sicherheit ging. Ganz Duisburg wird froh sein, wenn die Zeit, in der Sauerland Oberbürgermeister war, der Vergangenheit angehört. Aber vergessen werden wir sie nicht."
Daran kann ich mich auch noch erinnern. Wer stöbern möchte, der Kinder-Alarm hat eine Menge Berichte seit der Loveparade eingestellt. Oben links ist die Suchfunktion. Bitte "Loveparade" eingeben.
Liebe Duisburger und Wahlduisburger, gehen Sie bitte zahlreich in die Wahllokale und nehmen Sie die Jugendlichen ab 16 Lenzen mit. Es stimmt nicht, dass sie sich allgemein nicht interessieren würden. Ich möchte erneut daran erinnern, dass laut Umfragen das Gros der befragten Duisburger gegen die Loveparade in Duisburg war. Wozu Umfragen, wenn sich Politiker darüber erhaben zu glauben fühlen?! Jetzt komme mir hier bloß keiner mehr mit dem Innenquatsch wegen der sprachlichen Gleichberechtigung und der politischen Korrektheit. Schicken wir den Sauerland ins Sauerland, obwohl ich Mitleid mit der Region Sauerland hätte:
Neuste Nachricht: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/heisse-phase-im-abwahlkampf-gegen-duisburgs-ob-sauerland-beginnt-id6218312.html
Zitat daraus: „Wir waren vor den großen Schulen erkennbar präsent, sind aber mit erschreckend wenig Schülern ins Gespräch gekommen“. Das liegt daran, dass Schulen es nicht gerne sehen, wenn man versucht Schöööler zu beeinflussen und sie vorgewarnt haben, weil u.a. proNRW versucht an den Schulen aktiv zu werden. Sie sollen sich gut mit der NPD verstehen. Die Bundeswehr versucht wegen des Rekrutierungs"materials" Einfluss zu nehmen. Eine Werbeveranstaltung nennt man Infoveranstaltung. Mir gefällt es, dass Schulen vorsichtig sind.
Wussten Sie, warum die Schulpflicht eingeführt wurde? Doch nicht wegen der Bildung. Die Regierenden haben bemerkt, dass sie wenig für das Militär zu rekrutieren hatten, wenn die Kinder krank, gebrochen, früh sterbend aus der Industrie und den Stollen kamen. Mist, wenig zum Rekrutieren und zum Vergeuden für Kriege.
"Der Westen" rechne ich hoch an, dass sie das Thema Loveparade nicht aufgegeben haben, auch wenn ich ihnen manchmal wegen anderer Berichte in die Futt treten möchte.
So war das. Wir können es bezeugen und haben bei der Polizei freiwillig ausgesagt, weil wir es erlebt und gesehen haben. Wir haben die Zeichen und Hinweise von Mitmenschen erkannt und waren rechtzeitig draußen. Warum kommt die Staatsanwaltschaft anscheinend nach fast 1 1/2 Jahren nicht in die Puschen?
Es heißt, Menschen seien genötigt worden für das Abwahlverfahren zu unterschreiben. Watt? Nötigung setzt wenn-dann-sonst voraus. Übersetzt: Wenn du nicht tust, was ich dir sage, passiert dir ein Übel. Verwechseln Sie es nicht mit Erpressung. Da geht es unter Druck um einen gewollten Geldvorteil. Damit dürften sich gewisse Politiker, Banker, Manager, etc. bestens auskennen.
Samstag, 22. Januar 2011
Loveparade: Die Staatsanwaltschaft ermittelt
Allerdings ermittelt sie nicht gegen alle Verantwortlichen, sondern gegen elf Bedienstete der Stadt Duisburg (darunter Rechtsdezernent Rabe und Entwicklungsdezernent Dressler), vier Mitarbeiter des Veranstalters Lopavent und gegen einen Polizeibeamten (ein leitender Polizeidirektor). Der OB Adolf Sauerland (CDU) und der Veranstalter Rainer Schaller bleiben (noch?) verschont.
Zur Erinnerung: Erst am Morgen der Loveparade ist die Veranstaltung genehmigt worden. Diese Vorgehensweise läßt die Vermutung zu, dass sich die Obersten der Stadt in alle Richtungen abgesichert haben.
Dr. Motte, der Erfinder der Loveparade, sprach von einem Skandal und gab den Veranstaltern der Technoparade die Schuld für die Katastrophe. Er sprach wegen des engen und einzigen Zugangs von einem krassen Managementfehler und unterstellte den Veranstaltern Profitgier.
Wenn man die Augenzeigenberichte und die vielen Videos bei youtube verfolgt, darf man sich die ernste Frage stellen, warum "nur" wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird und nicht wegen Mordes? Habgier ist ein Mordmotiv. Und warum richtete sich die Anzeige gegen "unbekannt"?
Wenn man sich der Planung, den vielfachen Warnungen im Vorfeld ( zum Teil schon mit der Ankündigung: “Das wird Tote geben” oder “Das ist Wahnsinn”), dem abgeschlossenen umzäuntem Gelände mit dem engen Tunnel und dem operativen Versagen unmittelbar vor und während der Katastrophe widmet, bekommt man viele Zweifel.
Immer wieder berichteten Augenzeugen, dass Polizisten 30-45 Minuten vorher vielfach von Loveparade-Besuchern vor Ort auf eine drohende Massenpanik hingewiesen wurden, aber darauf nicht reagierten. Deshalb ist es verwunderlich, dass nur gegen einen Polizeibeamten ermittelt wird. Es gab teilweise eine gestörte Kommunikation zwischen den Polizeieinheiten. Die linke Hand wusste nicht. was die rechte tut. Teilweise wussten Besucher eher von der Massenpanik als die Polizisten! Das haben wir selber erleben müssen. Wenn man sich dieses Gesamtbild der Ereignisse anschaut, bekommt man den Eindruck, dass hier mit Absicht geschludert wurde.
Aber warum? Spekulieren wir ein wenig und betätigen uns als "Verschwörungstheoretiker". Vielleicht um in Zukunft Großveranstaltungen bei denen Menschen feiern, aber vor allem demonstrieren wollen, verbieten zu können? Wenn man bedenkt, wie hart Polizisten auf Befehl der Innenministerien bei Demos im vergangenen Jahr vorgegangen sind, ist diese
"Theorie" nicht so abwegig.
Berichte der vergangenen Tage nach der Loveparade:
"Mehr Geld für Opfer des Loveparade-Unglücks
Anwalt aus Duisburg zeigt Loveparade-Ermittler an
Streit um Auftritt von OB Sauerland an Duisburger Realschule
In Amt und Unwürden; Oberbürgermeister Sauerland nach der Love Parade
OB Sauerland: "Wir standen unter Schock"
Anscheinend stehen sich die CDU und die katholische Kirche sehr nahe. "Kirche setzt Ketchupspritzer Karling vor die Tür. Wie Rolf Karling, der Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland mit Ketchup bespritzt hatte, von seinem Anwalt erfuhr, steht das Strafverfahren gegen ihn vor der Einstellung. Allerdings muss er demnächst seine Wohnung räumen....Sein Vermieter, die katholische Gemeinde Christus-König, berichtet er, habe ihm zum 31. März die Wohnung gekündigt: „Ich wohne dort seit September und habe einen Vormietvertrag, den der Kirchenvorstand noch bestätigen müsste. Teile des Kirchenvorstandes verweigern das aber, weil sie ,so einen’ wie mich nicht im Haus haben wollen.“
Katholische Geistliche, die sich, ohne bestraft zu werden, missbrauchend und misshandelnd an Kindern und Jugendlichen vergreifen, wollen wir auch nicht haben.
Wie man die Ketchupaktion bewertet, ist Ansichtssache. Von einem Attentat zu berichten, ist arg überzogen. Unter einem Attentat versteht man eine Gewalttat, die auf die Schädigung oder Tötung einer hochgestellten Person abzielt. Das Wort Anschlag wäre angebrachter liebe Medien, weil man hier von einer Sachbeschädigung (Brille, Kleidung) ausgeht.
Es bleibt zu hoffen, dass die Staatsanwalt Duisburg unabhängig ermittelt und daraus kein Duisburgsumpf wird. Seien Sie skeptisch bei den Bürgerbefragungen. Es werden meist solche gleichgültig klingenden Aussagen veröffentlicht: "Wer soll schon Verantwortung übernehmen" oder "Es hat niemand dafür Verantwortung" oder "Selbst schuld, wenn man dahin geht, sich zukifft, besäuft". Und dann kommen wieder die Lamentierer über die Eigenverantwortung.
Die skeptischen Bürgerantworten bei Befragungen werden, je nach Medium oder Institut, vorzugsweise kaum erwähnt.
Zur Erinnerung: Erst am Morgen der Loveparade ist die Veranstaltung genehmigt worden. Diese Vorgehensweise läßt die Vermutung zu, dass sich die Obersten der Stadt in alle Richtungen abgesichert haben.
Dr. Motte, der Erfinder der Loveparade, sprach von einem Skandal und gab den Veranstaltern der Technoparade die Schuld für die Katastrophe. Er sprach wegen des engen und einzigen Zugangs von einem krassen Managementfehler und unterstellte den Veranstaltern Profitgier.
Wenn man die Augenzeigenberichte und die vielen Videos bei youtube verfolgt, darf man sich die ernste Frage stellen, warum "nur" wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird und nicht wegen Mordes? Habgier ist ein Mordmotiv. Und warum richtete sich die Anzeige gegen "unbekannt"?
Wenn man sich der Planung, den vielfachen Warnungen im Vorfeld ( zum Teil schon mit der Ankündigung: “Das wird Tote geben” oder “Das ist Wahnsinn”), dem abgeschlossenen umzäuntem Gelände mit dem engen Tunnel und dem operativen Versagen unmittelbar vor und während der Katastrophe widmet, bekommt man viele Zweifel.
Immer wieder berichteten Augenzeugen, dass Polizisten 30-45 Minuten vorher vielfach von Loveparade-Besuchern vor Ort auf eine drohende Massenpanik hingewiesen wurden, aber darauf nicht reagierten. Deshalb ist es verwunderlich, dass nur gegen einen Polizeibeamten ermittelt wird. Es gab teilweise eine gestörte Kommunikation zwischen den Polizeieinheiten. Die linke Hand wusste nicht. was die rechte tut. Teilweise wussten Besucher eher von der Massenpanik als die Polizisten! Das haben wir selber erleben müssen. Wenn man sich dieses Gesamtbild der Ereignisse anschaut, bekommt man den Eindruck, dass hier mit Absicht geschludert wurde.
Aber warum? Spekulieren wir ein wenig und betätigen uns als "Verschwörungstheoretiker". Vielleicht um in Zukunft Großveranstaltungen bei denen Menschen feiern, aber vor allem demonstrieren wollen, verbieten zu können? Wenn man bedenkt, wie hart Polizisten auf Befehl der Innenministerien bei Demos im vergangenen Jahr vorgegangen sind, ist diese
"Theorie" nicht so abwegig.
Berichte der vergangenen Tage nach der Loveparade:
"Mehr Geld für Opfer des Loveparade-Unglücks
Anwalt aus Duisburg zeigt Loveparade-Ermittler an
Streit um Auftritt von OB Sauerland an Duisburger Realschule
In Amt und Unwürden; Oberbürgermeister Sauerland nach der Love Parade
OB Sauerland: "Wir standen unter Schock"
Anscheinend stehen sich die CDU und die katholische Kirche sehr nahe. "Kirche setzt Ketchupspritzer Karling vor die Tür. Wie Rolf Karling, der Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland mit Ketchup bespritzt hatte, von seinem Anwalt erfuhr, steht das Strafverfahren gegen ihn vor der Einstellung. Allerdings muss er demnächst seine Wohnung räumen....Sein Vermieter, die katholische Gemeinde Christus-König, berichtet er, habe ihm zum 31. März die Wohnung gekündigt: „Ich wohne dort seit September und habe einen Vormietvertrag, den der Kirchenvorstand noch bestätigen müsste. Teile des Kirchenvorstandes verweigern das aber, weil sie ,so einen’ wie mich nicht im Haus haben wollen.“
Katholische Geistliche, die sich, ohne bestraft zu werden, missbrauchend und misshandelnd an Kindern und Jugendlichen vergreifen, wollen wir auch nicht haben.
Wie man die Ketchupaktion bewertet, ist Ansichtssache. Von einem Attentat zu berichten, ist arg überzogen. Unter einem Attentat versteht man eine Gewalttat, die auf die Schädigung oder Tötung einer hochgestellten Person abzielt. Das Wort Anschlag wäre angebrachter liebe Medien, weil man hier von einer Sachbeschädigung (Brille, Kleidung) ausgeht.
Es bleibt zu hoffen, dass die Staatsanwalt Duisburg unabhängig ermittelt und daraus kein Duisburgsumpf wird. Seien Sie skeptisch bei den Bürgerbefragungen. Es werden meist solche gleichgültig klingenden Aussagen veröffentlicht: "Wer soll schon Verantwortung übernehmen" oder "Es hat niemand dafür Verantwortung" oder "Selbst schuld, wenn man dahin geht, sich zukifft, besäuft". Und dann kommen wieder die Lamentierer über die Eigenverantwortung.
Die skeptischen Bürgerantworten bei Befragungen werden, je nach Medium oder Institut, vorzugsweise kaum erwähnt.
Samstag, 9. Juli 2011
Loveparade: TV Tipps und aktuelle Berichte
Nächste Woche senden die Öffentlich Rechtlichen zwei TV Berichte. Qualität? Ohne Gewähr:
ZDF, 20.15 h: An einem Tag in Duisburg, Todesfalle Loveparade
ARD,23.30 h: Die letzte Loveparade, Verlust und Verantwortung nach der Katastrophe
Die Seele hat für immer Schaden genommen
Ein Kommentar eines besonders "zartfühlenden" Zeitgenossen: "...Der 100.000ste Artikel auf "Der Westen", der sich immer und immer wieder mit dem Thema auseinandersetzt. Es nervt unendlich..."
Wir sind "Der Westen" dankbar, dass sie das Thema LP nicht fallen lassen. Manche Leute verwechseln die Loveparade mit einer Naturkatastrophe und es heißt: Was soll die Aufregung? Bei Katastrophe x oder y hat es viel mehr Opfer gegeben. Ist die Anzahl der Opfer entscheidend? Das war eine von Menschen verursachte Katastrophe.
Sauerland kündigt Erklärung zur Frage der Verantwortung an
"OB Sauerland hat für die nächsten Tage eine persönliche Erklärung zur Loveparade-Katastrophe und der Frage seiner Verantwortung angekündigt. „Warten Sie noch ein paar Tage“, sagte er.."
Falls Herr Sauerland noch keinen Ghostwriter hat, übernehmen wir die Erklärung gratis. Sie wird nicht so ausfallen wie er sie gerne hätte.Vielleicht wartet er die beiden TV Berichte ab und/oder muss die Formulierungen noch anwaltlich abklären lassen?
Schaller und Sauerland ein Jahr nach der Loveparade
Zu Schaller: "Er, der Macher, der einstige Gewinner-Typ, arbeitet inzwischen erheblich weniger, hat sich in eine Psychotherapie begeben." Wenn es wegen der LP sein sollte, hat er sich viele Gedanken gemacht und ist ein mitfühlender Mensch (geworden?). Er war der Einzige, der von Mitverantwortung sprach.
Video: Sauerlands Entschuldigung für das Loveparade-Unglück
Bei Gratisveranstaltungen kann man die Teilnehmerzahl nicht abschätzen. Der MSV hat es bei der Gratisempfangsfeier nach dem DFB-Pokalspiel clever gemacht. Sie haben an den ca. acht Stadioneingängen nummerierte Karten verteilt, um zu gewährleisten, dass das Fassungsvermögen von 31.500 Personen nicht überschritten wird. Wenigstens hat ein Fußballverein dazu gelernt und keine Kosten für die Sicherheit der Teilnehmer gescheut. Zu den Eingängen, die natürlich auch als Ausgänge dienen, gibt es diverse Notausgänge, falls etwas passiert. Jede Konzerthalle hat mehrere Notausgänge. Zum Vergleich: Bei der LP gab es als Ein- und Ausgang nur den Tunnel und bis sie die abgesperrte A59 geöffnet haben, war es schon zu spät.
Zwischen Polizei und Veranstalter gab es einen Kompetenzenhickhack. Neugierig oder positiv interessiert wie wir sind, haben wir einiges erfahren. Die Unterschriften werden immer mehr....
ZDF, 20.15 h: An einem Tag in Duisburg, Todesfalle Loveparade
ARD,23.30 h: Die letzte Loveparade, Verlust und Verantwortung nach der Katastrophe
Die Seele hat für immer Schaden genommen
Ein Kommentar eines besonders "zartfühlenden" Zeitgenossen: "...Der 100.000ste Artikel auf "Der Westen", der sich immer und immer wieder mit dem Thema auseinandersetzt. Es nervt unendlich..."
Wir sind "Der Westen" dankbar, dass sie das Thema LP nicht fallen lassen. Manche Leute verwechseln die Loveparade mit einer Naturkatastrophe und es heißt: Was soll die Aufregung? Bei Katastrophe x oder y hat es viel mehr Opfer gegeben. Ist die Anzahl der Opfer entscheidend? Das war eine von Menschen verursachte Katastrophe.
Sauerland kündigt Erklärung zur Frage der Verantwortung an
"OB Sauerland hat für die nächsten Tage eine persönliche Erklärung zur Loveparade-Katastrophe und der Frage seiner Verantwortung angekündigt. „Warten Sie noch ein paar Tage“, sagte er.."
Falls Herr Sauerland noch keinen Ghostwriter hat, übernehmen wir die Erklärung gratis. Sie wird nicht so ausfallen wie er sie gerne hätte.Vielleicht wartet er die beiden TV Berichte ab und/oder muss die Formulierungen noch anwaltlich abklären lassen?
Schaller und Sauerland ein Jahr nach der Loveparade
Zu Schaller: "Er, der Macher, der einstige Gewinner-Typ, arbeitet inzwischen erheblich weniger, hat sich in eine Psychotherapie begeben." Wenn es wegen der LP sein sollte, hat er sich viele Gedanken gemacht und ist ein mitfühlender Mensch (geworden?). Er war der Einzige, der von Mitverantwortung sprach.
Video: Sauerlands Entschuldigung für das Loveparade-Unglück
Bei Gratisveranstaltungen kann man die Teilnehmerzahl nicht abschätzen. Der MSV hat es bei der Gratisempfangsfeier nach dem DFB-Pokalspiel clever gemacht. Sie haben an den ca. acht Stadioneingängen nummerierte Karten verteilt, um zu gewährleisten, dass das Fassungsvermögen von 31.500 Personen nicht überschritten wird. Wenigstens hat ein Fußballverein dazu gelernt und keine Kosten für die Sicherheit der Teilnehmer gescheut. Zu den Eingängen, die natürlich auch als Ausgänge dienen, gibt es diverse Notausgänge, falls etwas passiert. Jede Konzerthalle hat mehrere Notausgänge. Zum Vergleich: Bei der LP gab es als Ein- und Ausgang nur den Tunnel und bis sie die abgesperrte A59 geöffnet haben, war es schon zu spät.
Zwischen Polizei und Veranstalter gab es einen Kompetenzenhickhack. Neugierig oder positiv interessiert wie wir sind, haben wir einiges erfahren. Die Unterschriften werden immer mehr....
Freitag, 24. Juni 2011
11 Monate nach der Loveparade
Never forget erinnert mit Mahnwache am Rathaus Duisburg
Sondersitzung zum Erhalt der Loveparade-Rampe in Duisburg
Sauerland-Gegner machen mobil
Duisburger können ab Montag über die Abwahl von Adolf Sauerland entscheiden
Abwahlintitative von OB Sauerland ist mit Resonanz beim Start zufrieden
Loveparade-Mahnmal am Karl-Lehr-Tunnel in Duisburg montiert
Loveparade-Unglück: Ein Bürgermeister versteckt sich
Duisburger Stadtspitze drückt sich vor Loveparade-Talkshow
Fussball-Liga schreibt MSV Heimspiel für Wochenende des Loveparade-Jahrestages vor
Loveparade-Mahnmal
Ort der Katastrophe
Es ist Unfug zu schreiben: Sauerland-Gegner, Basher oder Hetzer. Es geht nicht um Schuld. Für die Schuldfeststellung sind Gerichte zuständig. Es geht um die politische Verantwortung für die Stadt Duisburg und die hat nun mal Sauerland mit seiner Unterschrift übernommen. Die oberste Verantwortung für die Polizei hat das Innenministerium. Manche Leute können nicht unterscheiden. Es gab diverse andere Verantwortliche. Sie haben keine politische Verantwortung. Sie wollten genau wie die Politik mit der LP glänzen und daran Geld verdienen.
Sondersitzung zum Erhalt der Loveparade-Rampe in Duisburg
Sauerland-Gegner machen mobil
Duisburger können ab Montag über die Abwahl von Adolf Sauerland entscheiden
Abwahlintitative von OB Sauerland ist mit Resonanz beim Start zufrieden
Loveparade-Mahnmal am Karl-Lehr-Tunnel in Duisburg montiert
Loveparade-Unglück: Ein Bürgermeister versteckt sich
Duisburger Stadtspitze drückt sich vor Loveparade-Talkshow
Fussball-Liga schreibt MSV Heimspiel für Wochenende des Loveparade-Jahrestages vor
Loveparade-Mahnmal
Ort der Katastrophe
Es ist Unfug zu schreiben: Sauerland-Gegner, Basher oder Hetzer. Es geht nicht um Schuld. Für die Schuldfeststellung sind Gerichte zuständig. Es geht um die politische Verantwortung für die Stadt Duisburg und die hat nun mal Sauerland mit seiner Unterschrift übernommen. Die oberste Verantwortung für die Polizei hat das Innenministerium. Manche Leute können nicht unterscheiden. Es gab diverse andere Verantwortliche. Sie haben keine politische Verantwortung. Sie wollten genau wie die Politik mit der LP glänzen und daran Geld verdienen.
Freitag, 29. Oktober 2010
Kerzen für die Opfer der Loveparade am 1.11.2010
In Kommentaren liest man immer wieder: das Thema Loveparade sollte endlich beendet werden. Das würde nerven. Gehen wir über zur Tagesordnung. Das Leben geht schließlich weiter. Stellen Sie sich ncht so an. Medien haben das Thema fast abgeschlossen. Ich weiss nicht, ob die Leute sich so äußern würden, wenn sie dabei gewesen wären, wenn sie einen nahe stehenden Menschen verloren hätten, wenn sie verletzt oder traumatisiert worden wären, wenn sie dieses Desaster erlebt hätten. Manche Menschen sind sehr kaltschnäuzig oder geben sich so. Ihnen fehlt das Mitgefühl. Man darf und sollte den Toten gedenken. Mit ihnen hat man zu ihren Lebzeiten einen Teil des Lebens verbracht. Warum sollte man sie vergessen?
Wir werden regelmäßig daran erinnern, ob es den Genervten nun passt oder nicht. Uns geht es nicht um Schuldige, sondern um Verantwortung. Herr Sauerland scheint das Bauernopfer zu spielen und die genehmigenden Landespolitiker zu decken. Für die Veranstaltung tragen neben der Politik die Obersten der Behörden, der Polizeipräsident, der Veranstalter und der Sponsor die Verantwortung. Die Drängler dürfen wir auch nicht vergessen. Eine Panik kann schnell ausbrechen, wenn die Menschen sich bedrängt oder eingeengt fühlen. Genau das war der Fall. Es fehlten die Fluchtmöglichkeiten. In jeder Konzerthalle, in jeder Disco, jedem Stadion gibt es mehrere Notausgänge. Dort waren Mauern und Zäune und es mangelte an Flucht- oder Ausweichmöglichkeiten.
Kerzen in Duisburgs Fenstern für Loveparade-Opfer
Gutachten zur Loveparade wirft Fragen auf
Kein Ende absehbar bei Loveparade-Ermittlungen
Wer ist schuld?
Doku zur Loveparade am 7.11.
Wie RTL berichten wird, ist fraglich. Kerzen können nichts am Geschehen ändern. Sie sind ein Symbol der Erinnerung und der Solidarität. Wir finden es unmöglich, dass man "die Schuld" der Einsatzpolizei in die Schuhe schieben will. Manch einer hat unglücklich oder ungehalten reagiert. Wer weiss, vielleicht hätten wir das bei dieser Katastrophensituation auch getan? So weit wir das beobachten konnten, hat das Gros der anwesenden PolizistInnen ihr möglichstes getan. Sie haben mit den Ordnern an dem Lichtmast, der sog. Todestreppe und an dem Container in der Mitte geholfen, wo sie konnten. Teilweise waren sie in ihren Bemühungen behindert und konnten wenig tun. Rettungskräfte. Offensichtlich haben nicht nur die Handynetze einen Kollaps erlitten, sondern auch der Funkverkehr. Dazu bitte diesen Artikel lesen über analoge und digitale Funkgeräte, die dem Kompetenz- und Kostengerangel zum Opfer fielen.
Nicht vergessen!!!
Wenn ich etliche Kommentare zu dem Thema in "der Westen" lese, überkommt mich das Grausen. Was für eine gefühlskalte Welt. Sie scheinen gehirngebraust zu sein. Abgestumpft.
Der Kassierer der Bank, bei der ich mein Konto habe, sah traurig aus mit verweinten Augen.
Ich habe es gesehen und ihn gefragt, was er habe. Sein Vater war gestorben, aber er müsse ja weiter machen, so als sei nichts geschehen. Nein, das muss er nicht. Die Zeit der Trauer sollte man sich nehmen. Alles andere ist Verdrängung, die die Psyche belastet. Die meisten Krankheiten beruhen auf unverarbeiten Erlebnissen. Man munkelt zwischen 70 und 80 %.
Entweder man steht zu dem, was man erlebt hat und spricht darüber oder man läßt es. Zweiteres ist ungesund. Die Hilfe ist oft so leicht und ist möglicherweise nebenan. Da, wo man sie nicht vermutet.
Wir werden regelmäßig daran erinnern, ob es den Genervten nun passt oder nicht. Uns geht es nicht um Schuldige, sondern um Verantwortung. Herr Sauerland scheint das Bauernopfer zu spielen und die genehmigenden Landespolitiker zu decken. Für die Veranstaltung tragen neben der Politik die Obersten der Behörden, der Polizeipräsident, der Veranstalter und der Sponsor die Verantwortung. Die Drängler dürfen wir auch nicht vergessen. Eine Panik kann schnell ausbrechen, wenn die Menschen sich bedrängt oder eingeengt fühlen. Genau das war der Fall. Es fehlten die Fluchtmöglichkeiten. In jeder Konzerthalle, in jeder Disco, jedem Stadion gibt es mehrere Notausgänge. Dort waren Mauern und Zäune und es mangelte an Flucht- oder Ausweichmöglichkeiten.
Kerzen in Duisburgs Fenstern für Loveparade-Opfer
Gutachten zur Loveparade wirft Fragen auf
Kein Ende absehbar bei Loveparade-Ermittlungen
Wer ist schuld?
Doku zur Loveparade am 7.11.
Wie RTL berichten wird, ist fraglich. Kerzen können nichts am Geschehen ändern. Sie sind ein Symbol der Erinnerung und der Solidarität. Wir finden es unmöglich, dass man "die Schuld" der Einsatzpolizei in die Schuhe schieben will. Manch einer hat unglücklich oder ungehalten reagiert. Wer weiss, vielleicht hätten wir das bei dieser Katastrophensituation auch getan? So weit wir das beobachten konnten, hat das Gros der anwesenden PolizistInnen ihr möglichstes getan. Sie haben mit den Ordnern an dem Lichtmast, der sog. Todestreppe und an dem Container in der Mitte geholfen, wo sie konnten. Teilweise waren sie in ihren Bemühungen behindert und konnten wenig tun. Rettungskräfte. Offensichtlich haben nicht nur die Handynetze einen Kollaps erlitten, sondern auch der Funkverkehr. Dazu bitte diesen Artikel lesen über analoge und digitale Funkgeräte, die dem Kompetenz- und Kostengerangel zum Opfer fielen.
Nicht vergessen!!!
Wenn ich etliche Kommentare zu dem Thema in "der Westen" lese, überkommt mich das Grausen. Was für eine gefühlskalte Welt. Sie scheinen gehirngebraust zu sein. Abgestumpft.
Der Kassierer der Bank, bei der ich mein Konto habe, sah traurig aus mit verweinten Augen.
Ich habe es gesehen und ihn gefragt, was er habe. Sein Vater war gestorben, aber er müsse ja weiter machen, so als sei nichts geschehen. Nein, das muss er nicht. Die Zeit der Trauer sollte man sich nehmen. Alles andere ist Verdrängung, die die Psyche belastet. Die meisten Krankheiten beruhen auf unverarbeiten Erlebnissen. Man munkelt zwischen 70 und 80 %.
Entweder man steht zu dem, was man erlebt hat und spricht darüber oder man läßt es. Zweiteres ist ungesund. Die Hilfe ist oft so leicht und ist möglicherweise nebenan. Da, wo man sie nicht vermutet.
Dienstag, 19. April 2011
Loveparade: Das Gerangel um das Mahnmal oder die Gedenkstätte
Was wird aus dem Unglücksort der Loveparade in Duisburg
"Ob der Unglücksort der Loveparade als Denkmal im Rahmen der Krieger-Pläne zur „Duisburger Freiheit“ erhalten bleiben soll, ist weiterhin unklar. Das ist eines der Ergebnisse der Bürgebeteiligung, die am Donnerstag im Ratssaal stattfand."
Jeden Monat Demos für Loveparade-Gedenkststätte
"Der Gedenkkreis „Never Forget“ demonstriert an jedem 24. eines Monats in Duisburg dafür, unmittelbar am Ort der Loveparade-Katastrophe die Trauerstätte für die Opfer zu errichten. Doch dieser Platz scheint kaum realisierbar."
Viele Duisburger haben die Loveparade nicht vergessen. Sie demonstrieren weiter, auch wenn die Presse es kaum zur Kenntnis nimmt. Anscheinend will man das Thema einschlafen lassen. Sie berichten nicht über die "kleinen" Aktionen der Bürger, die Transparente aufhängen, Kreidemalereien hinterlassen, Flyer verteilen, Aufkleber kleben, das Rathaus mit rohen Eiern beworfen haben.
Man kann den Menschen dazu raten dort zu trauern und zu gedenken, wo sie möchten. Wer das als Anwohnerbelästigung empfindet tut mir leid, denn Trauer ist i.d.R. still und nicht laut. Wer es nicht ertragen kann, dass jemand in seiner Verzweiflung mal laut weinen sollte, stellt sich besser auf die A3. Der Lärm der Güterzüge ist zusätzlich längst die Norm. Möglicherweise ist dieser Lärmpegel angenehmer, denn er hat nichts mit Emotionen zu tun mit denen sich viele Menschen schwer tun.
Der 24. ist ein Datum, dem in Duisburg regelmäßig gedacht wird. Sie haben darüber nichts gelesen und gehört? Das heißt nicht, dass es nicht statt findet.
"Ob der Unglücksort der Loveparade als Denkmal im Rahmen der Krieger-Pläne zur „Duisburger Freiheit“ erhalten bleiben soll, ist weiterhin unklar. Das ist eines der Ergebnisse der Bürgebeteiligung, die am Donnerstag im Ratssaal stattfand."
Jeden Monat Demos für Loveparade-Gedenkststätte
"Der Gedenkkreis „Never Forget“ demonstriert an jedem 24. eines Monats in Duisburg dafür, unmittelbar am Ort der Loveparade-Katastrophe die Trauerstätte für die Opfer zu errichten. Doch dieser Platz scheint kaum realisierbar."
Viele Duisburger haben die Loveparade nicht vergessen. Sie demonstrieren weiter, auch wenn die Presse es kaum zur Kenntnis nimmt. Anscheinend will man das Thema einschlafen lassen. Sie berichten nicht über die "kleinen" Aktionen der Bürger, die Transparente aufhängen, Kreidemalereien hinterlassen, Flyer verteilen, Aufkleber kleben, das Rathaus mit rohen Eiern beworfen haben.
Man kann den Menschen dazu raten dort zu trauern und zu gedenken, wo sie möchten. Wer das als Anwohnerbelästigung empfindet tut mir leid, denn Trauer ist i.d.R. still und nicht laut. Wer es nicht ertragen kann, dass jemand in seiner Verzweiflung mal laut weinen sollte, stellt sich besser auf die A3. Der Lärm der Güterzüge ist zusätzlich längst die Norm. Möglicherweise ist dieser Lärmpegel angenehmer, denn er hat nichts mit Emotionen zu tun mit denen sich viele Menschen schwer tun.
Der 24. ist ein Datum, dem in Duisburg regelmäßig gedacht wird. Sie haben darüber nichts gelesen und gehört? Das heißt nicht, dass es nicht statt findet.
Montag, 11. Juli 2011
Loveparade: Genehmigung der Loveparade in Duisburg war offenbar rechtswidrig
Genehmigung der Loveparade als rechtswidrig eingestuft
Stadt hätte Loveparade wohl nicht genehmigen dürfen
Loveparade war rechtswidrig
Gesammelte Werke zur Berichterstattung über die vermeintliche Rechtswidrigkeit
Wer hat es unterschrieben?! Wer nicht verstehen kann, dass wir von dem Thema nicht lassen können, dem erklären wir es kurz. Wie waren auf dem Weg nach draußen mittendrinnen in dem Gedrängel und drohten selber fast zerdrückt zu werden. Wir hatten Schutzengel (falls man daran glauben möchte) oder einfach nur Glück. Die Toten, Angehörigen, Verletzten und Traumatisierten haben ein Recht auf Aufklärung und Unterstützung. Sie werden selber entscheiden können, ob sie darüber lesen oder sich Berichte anschauen wollen, können oder es lieber lassen.
Mir persönlich hilft darüber schreiben und berichten zu können, um die Ereignisse zu verarbeiten. Wir gehen am 24.07.2011 in die MSV-Arena und zum Tunnel. "Der Graf" ist uns willkommen. Zwischendurch waren wir öfter im Tunnel und an der Rampe. Meine Familie, Freunde und ich sind mit einem Schrecken und ein paar blauen Flecken davon gekommen. Viele andere nicht. Unser Mitgefühl gilt ihnen.
Wir bedanken uns bei unseren Lesern, dass es bisher keinen unliebsamen Kommentar zu dem Thema gegeben hat.
Stadt hätte Loveparade wohl nicht genehmigen dürfen
Loveparade war rechtswidrig
Gesammelte Werke zur Berichterstattung über die vermeintliche Rechtswidrigkeit
Wer hat es unterschrieben?! Wer nicht verstehen kann, dass wir von dem Thema nicht lassen können, dem erklären wir es kurz. Wie waren auf dem Weg nach draußen mittendrinnen in dem Gedrängel und drohten selber fast zerdrückt zu werden. Wir hatten Schutzengel (falls man daran glauben möchte) oder einfach nur Glück. Die Toten, Angehörigen, Verletzten und Traumatisierten haben ein Recht auf Aufklärung und Unterstützung. Sie werden selber entscheiden können, ob sie darüber lesen oder sich Berichte anschauen wollen, können oder es lieber lassen.
Mir persönlich hilft darüber schreiben und berichten zu können, um die Ereignisse zu verarbeiten. Wir gehen am 24.07.2011 in die MSV-Arena und zum Tunnel. "Der Graf" ist uns willkommen. Zwischendurch waren wir öfter im Tunnel und an der Rampe. Meine Familie, Freunde und ich sind mit einem Schrecken und ein paar blauen Flecken davon gekommen. Viele andere nicht. Unser Mitgefühl gilt ihnen.
Wir bedanken uns bei unseren Lesern, dass es bisher keinen unliebsamen Kommentar zu dem Thema gegeben hat.
Montag, 25. Juli 2011
Gedenken zum Jahrestag der Loveparade
Wie Duisburg am Gedenkwochenende an die Opfer der Loveparade erinnerte
Gedenken der Loveparade-Opfer
Gedenkfeier Loveparade
Trauernde am Tunnel
Es waren bewegende, aufwühlende, traurige und tränenreiche Momente. Es waren nicht nur Tausende im Stadion. Tausende haben den Livestream von Radio Duisburg im Internet verfolgt oder klebten an den Radios. Der WDR wollte die Gedenkfeier aus Pietätsgründen nicht übertragen. Man sollte mündigen Bürgern die eigene Entscheidung zutrauen. Deshalb wurden den Menschen, die verhindert waren oder sich es emotional nicht zutrauten, diese Möglichkeiten angeboten. Der Auftritt von "Der Graf" verkam nicht zum Discoereignis. Wer auf solche Ideen kommt, weiß nicht, was er von sich gibt. Es herrschte Stille im Publikum. Viele junge Menschen, die selber bei der LP waren und von denen etliche MSV-Anhänger sind, sanken in sich.
Wir hatten Frau Kraft im Fokus. Sie hatte nicht die übliche versteinerte undurchschaubare Miene, die sonst Politiker zur Schau tragen. Ihre Mimik sagte uns, dass sie sehr betroffen sein dürfte. Man konnte in ihrem Gesicht lesen. Das bringt ihr Sympathien ein. Frau Kraft, hier in NRW hegen eine Menge Menschen viel Hoffnung in Sie. Enttäuschen Sie sie nicht.
Streit zwischen dem MSV Duisburg und den Sauerland-Gegnern
"Der Westen" sollte sich endlich mal den Begriff Sauerland-Gegner abgewöhnen und durch Sauerland-Kritiker ersetzen. Korrekt wäre MSV-Spitze gewesen. Beim Spiel gegen Cottbus wollte man mit Genehmigung des Ordnungsamtes Unterschriften für die OB-Abwahl sammeln.
"Mit dem Argument, der MSV sei politisch neutral (haha) und für die beiden Standorte, auf denen sich die Info-Stände befanden, hätte nur der MSV Sondernutzungsgenehmigungen (haha), wollte man die Polizei dazu bewegen, die Bürgerinitiative zu verscheuchen.....Doch die Polizei machte das wohl nicht mit....Rückendeckung habe es von vielen Fans gegeben, berichtet die Bürgerinitiative weiter."
Die MSV-Spitze sollte besser aufpassen, dass sie ihre Fans nicht weiter verärgert. Die Loveparade und das Verhalten der Stadtspitze ist in Duisburg für viele Menschen ein empfindliches Thema.
Gedenken der Loveparade-Opfer
Gedenkfeier Loveparade
Trauernde am Tunnel
Es waren bewegende, aufwühlende, traurige und tränenreiche Momente. Es waren nicht nur Tausende im Stadion. Tausende haben den Livestream von Radio Duisburg im Internet verfolgt oder klebten an den Radios. Der WDR wollte die Gedenkfeier aus Pietätsgründen nicht übertragen. Man sollte mündigen Bürgern die eigene Entscheidung zutrauen. Deshalb wurden den Menschen, die verhindert waren oder sich es emotional nicht zutrauten, diese Möglichkeiten angeboten. Der Auftritt von "Der Graf" verkam nicht zum Discoereignis. Wer auf solche Ideen kommt, weiß nicht, was er von sich gibt. Es herrschte Stille im Publikum. Viele junge Menschen, die selber bei der LP waren und von denen etliche MSV-Anhänger sind, sanken in sich.
Wir hatten Frau Kraft im Fokus. Sie hatte nicht die übliche versteinerte undurchschaubare Miene, die sonst Politiker zur Schau tragen. Ihre Mimik sagte uns, dass sie sehr betroffen sein dürfte. Man konnte in ihrem Gesicht lesen. Das bringt ihr Sympathien ein. Frau Kraft, hier in NRW hegen eine Menge Menschen viel Hoffnung in Sie. Enttäuschen Sie sie nicht.
Streit zwischen dem MSV Duisburg und den Sauerland-Gegnern
"Der Westen" sollte sich endlich mal den Begriff Sauerland-Gegner abgewöhnen und durch Sauerland-Kritiker ersetzen. Korrekt wäre MSV-Spitze gewesen. Beim Spiel gegen Cottbus wollte man mit Genehmigung des Ordnungsamtes Unterschriften für die OB-Abwahl sammeln.
"Mit dem Argument, der MSV sei politisch neutral (haha) und für die beiden Standorte, auf denen sich die Info-Stände befanden, hätte nur der MSV Sondernutzungsgenehmigungen (haha), wollte man die Polizei dazu bewegen, die Bürgerinitiative zu verscheuchen.....Doch die Polizei machte das wohl nicht mit....Rückendeckung habe es von vielen Fans gegeben, berichtet die Bürgerinitiative weiter."
Die MSV-Spitze sollte besser aufpassen, dass sie ihre Fans nicht weiter verärgert. Die Loveparade und das Verhalten der Stadtspitze ist in Duisburg für viele Menschen ein empfindliches Thema.
Dienstag, 2. November 2010
100 Tage nach der Loveparade
Gestern haben wir uns mit einigen Menschen am Unglücksort getroffen, um zu Allerheiligen an die Toten, ihre Angehörigen, ihre Freunde, die Verletzten und die Traumatisierten zu denken. Unser Mitgefühl gilt natürlich auch den EinsatzpolizistInnen, den Rettungskräften und OrdnerInnen, die ebenfalls pysisch oder psychisch gelitten haben. Medien waren vor Ort. Da wir bisher keinen Bericht darüber finden konnten, berichten wir ein wenig.
Ich war nach der Loveparade das erste Mal am Ort des Geschehens. Es war ein komisches Gefühl durch den Tunnel zu müssen. Gemischte Gefühle verschiedener Art. Die Erinnerungen wurden wieder wacher. Die Zugangsrampe kam mir wesentlich schmaler, enger und erdrückender vor als bei der Loveparade. Vor der Treppe ist ein eingezäunter Bereich mit den Fotos der Toten, Blumen, vielen Kerzen. An der Wand hängt eine Gedenktafel für die 21 Toten. Bei dem Anblick muss man schlucken. Wir haben viele Kerzen aufgestellt, angezündet, frische Blumen und Gestecke dazu gestellt und uns leise ausgetauscht.
Es hilft, mit anderen LP-Besuchern zu sprechen, um die eigenen Erlebnisse und Empfindungen zu erzählen und sich zu öffnen. Ich habe mit einem Mann gesprochen, der zwei Freunde dort verlor. Viel konnte er nicht sprechen. Er war zu bewegt und so traurig mit Tränen in den Augen. Zwei Autos mit Essener Kennzeichen kamen. Vermutlich waren es die Angehörigen des toten Mädchens aus Essen. Wir wollten sie in ihrer Trauer nicht stören.
Wir bedanken uns bei den beiden dezenten Polizisten, die meist in ihrem Streifenwagen blieben. Sie hätten sich ruhig zu uns gesellen können. Wir hegen keinen Groll gegen die Einsatzpolizei (der Loveparade), sondern z.B. gegen die Vier hier. Der 1. Teil der Pressekonferenz vom 25.7.2010:
Nach allem, was danach geschah, können wir ihnen das Entsetzen und die Betroffenheit nicht mehr glauben. Es fehlen noch der Sponsor Mcfit, Herr Pleitgen von der Kulturhauptstadt 2010 und die Landespolitiker. Niemand von ihnen will die Verantwortung übernehmen. Nach anfänglichen Beteuerungen und späteren gegenseitigen Schuldzuweisungen sind sie schnell abgetaucht, um genau das tun zu wollen: Rabe will nach Loveparade zurück zur Tagesordnung
Wenige Minuten nach dem Drama:
Viele Duisburger und andere Betroffene werden nicht ruhen, bis sie sich alle ihrer Verantwortung stellen. Man wird noch träumen dürfen. Wenn ich selbständig bin und einer meiner Mitarbeiter Murks macht, habe ich die Hauptverantwortung. Wenn ich die politische Verantwortung für eine Stadt übernehme, habe ich die Hauptverantwortung. Der Vorschlag war ca. acht Monate vorher die A59 zu sperren. Nein, doch nicht für so eine Veranstaltung. Und wie war das bei der A40?!
Es gibt Infos, dass die PolzistInnen an der Treppe unten die Treppe sichern sollten, damit niemand darüber flüchten kann. Sie scheinen sich dem Befehl widersetzt zu haben oder dem Druck nicht mehr Stand gehalten haben zu können. Es gibt das Redemonstrationrecht. Es gibt die Möglichkeit der Befehlsverweigerung, wenn ein Befehl gegen Gesetze, Ethik oder Moral verstößt. Vieles haben wir erst später erfahren, gesehen, gehört, gelesen, um es zu begreifen.
Das ist ein Puzzle aus vielen Teilen. Ich grüße die "Bullis". Dem ein oder anderen haben wir unsere körperliche Unversehrheit zu verdanken. Danke!
Nachtrag: der WDR hat berichtet. Bitte auf Kompakt klicken.
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/lokalzeit_duisburg.xml
Ich war nach der Loveparade das erste Mal am Ort des Geschehens. Es war ein komisches Gefühl durch den Tunnel zu müssen. Gemischte Gefühle verschiedener Art. Die Erinnerungen wurden wieder wacher. Die Zugangsrampe kam mir wesentlich schmaler, enger und erdrückender vor als bei der Loveparade. Vor der Treppe ist ein eingezäunter Bereich mit den Fotos der Toten, Blumen, vielen Kerzen. An der Wand hängt eine Gedenktafel für die 21 Toten. Bei dem Anblick muss man schlucken. Wir haben viele Kerzen aufgestellt, angezündet, frische Blumen und Gestecke dazu gestellt und uns leise ausgetauscht.
Es hilft, mit anderen LP-Besuchern zu sprechen, um die eigenen Erlebnisse und Empfindungen zu erzählen und sich zu öffnen. Ich habe mit einem Mann gesprochen, der zwei Freunde dort verlor. Viel konnte er nicht sprechen. Er war zu bewegt und so traurig mit Tränen in den Augen. Zwei Autos mit Essener Kennzeichen kamen. Vermutlich waren es die Angehörigen des toten Mädchens aus Essen. Wir wollten sie in ihrer Trauer nicht stören.
Wir bedanken uns bei den beiden dezenten Polizisten, die meist in ihrem Streifenwagen blieben. Sie hätten sich ruhig zu uns gesellen können. Wir hegen keinen Groll gegen die Einsatzpolizei (der Loveparade), sondern z.B. gegen die Vier hier. Der 1. Teil der Pressekonferenz vom 25.7.2010:
Nach allem, was danach geschah, können wir ihnen das Entsetzen und die Betroffenheit nicht mehr glauben. Es fehlen noch der Sponsor Mcfit, Herr Pleitgen von der Kulturhauptstadt 2010 und die Landespolitiker. Niemand von ihnen will die Verantwortung übernehmen. Nach anfänglichen Beteuerungen und späteren gegenseitigen Schuldzuweisungen sind sie schnell abgetaucht, um genau das tun zu wollen: Rabe will nach Loveparade zurück zur Tagesordnung
Wenige Minuten nach dem Drama:
Viele Duisburger und andere Betroffene werden nicht ruhen, bis sie sich alle ihrer Verantwortung stellen. Man wird noch träumen dürfen. Wenn ich selbständig bin und einer meiner Mitarbeiter Murks macht, habe ich die Hauptverantwortung. Wenn ich die politische Verantwortung für eine Stadt übernehme, habe ich die Hauptverantwortung. Der Vorschlag war ca. acht Monate vorher die A59 zu sperren. Nein, doch nicht für so eine Veranstaltung. Und wie war das bei der A40?!
Es gibt Infos, dass die PolzistInnen an der Treppe unten die Treppe sichern sollten, damit niemand darüber flüchten kann. Sie scheinen sich dem Befehl widersetzt zu haben oder dem Druck nicht mehr Stand gehalten haben zu können. Es gibt das Redemonstrationrecht. Es gibt die Möglichkeit der Befehlsverweigerung, wenn ein Befehl gegen Gesetze, Ethik oder Moral verstößt. Vieles haben wir erst später erfahren, gesehen, gehört, gelesen, um es zu begreifen.
Das ist ein Puzzle aus vielen Teilen. Ich grüße die "Bullis". Dem ein oder anderen haben wir unsere körperliche Unversehrheit zu verdanken. Danke!
Nachtrag: der WDR hat berichtet. Bitte auf Kompakt klicken.
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/lokalzeit_duisburg.xml
Mittwoch, 24. November 2010
Vier Monate nach der Loveparade
will immer noch niemand aller Verantwortlichen zur eigenen Verantwortung stehen.
Duisburger Politiker boykottieren OB
Leiden sie unter Gedächtnisschwund? Wer hat die Entscheidung für die Loveparade im Stadtrat mit abgesegnet? Politiker verschiedener Parteien, die eine Mitverantwortung tragen. Das mutet ziemlich scheinheilig an. Von den mitentscheidenen Landespolitikern in der Landeshauptstadt Düsseldorf ist gar keine Rede mehr.
Die Katastrophe bei der Loveparade war absehbar
Wenn sie absehbar war, warum haben die vorher und nachher Kritiker nicht nachdrücklicher gewarnt?
Ein Kommentator stellt die Überlegung an, ob Videos und Internetseiten, die über die LP berichten, von den Ermittlungsbeamten berücksichtigt werden. Da können wir ihn oder sie beruhigen. Bei unseren Zeugenaussagen erfuhren wir von der Polizei, dass sie die Videos, Berichte im Internet, reale und virtuelle Zeugenaussagen mit über 80 Beamten auswerten.
Sie sagten, es sei wie ein Puzzle mit 1 Millionen Teilen. Wir hoffen, dass die BeamtInnen es akribisch machen. Das wäre auch in ihrem Interesse, weil man die Haupt"schuld" der Einsatzpolizei in die Schuhe schieben möchte.
Nach drei Stunden freiwilliger Zeugenaussage fühlten wir uns wie ausgequetschte Zitronen und wir haben uns gefragt, wie es für Verdächtige sein würde?!
Manch Kommentator sollte sein Gehirn einschalten, bevor er schreibt. "Der Westen" wird beschimpft, weil sie das Thema Loveparade nicht ruhen lassen. "Die WAZ" ist nicht unbedingt unsere bevorzugte Info-Quelle, aber das sie das Thema nicht aufgeben, rechnen wir den Schreibern hoch an. Die Leute sollten bedenken, dass dort Angehörige, Freunde der Toten und Verletzten lesen. Möglichweise auch die, die verletzt und traumatisiert wurden. Sie sind natürlich an den weiteren Geschehnissen und möglichen Ermittlungsergebnissen interessiert. Den Betroffenen sollte man Respekt und Mitgefühl erweisen. Sie sind auf die Regionalmedien von NRW angewiesen, weil die Massenmedien das Thema kaum noch behandeln. Auch RP Online und der WDR berichten weiter. Und das ist gut so.
Hier noch ein paar Berichte aus RP Online, die vielleicht nicht jeder kennt.
Die Trauer zieht um in einen Glas-Kubus
Der Kubus ist, gelinde geschrieben, unwürdig. Was die Trauernden hinterlassen haben, wurde teilweise hinein geworfen. Das gleicht streckenweise einem Müllhaufen.
Polizeibericht wird vorerst nicht veröffentlicht
Die Hauptermittlungen führt unseres Wissens die Polizei Köln. Die Befangenheit der Duisburger Polizei ist wohl ein schlechter Scherz, wo PolizistInnen aus ganz NRW und von der Bundespolizei im Einsatz waren.
Loveparade: Demo gegen Sauerland in Duisburg.
Rosenflashmob zum Gedenken in Krefeld.
Der Ketchup-Angriff in Duisburg.
Für die Vorverurteiler des Herrn Karling, die schreiben er solle arbeiten gehen, damit er nicht auf solche dumme Gedanken kommt: der "Attentäter" ist ein bekannter Streetworker, der mehr für Bedürftige getan hat, als es jemals ein Politiker getan hat. Er kümmert sich um Arbeits- und Obdachlose und um Drogenabhängige. Zur Erinnerung: die Regierung Rüttgers hat die Obdachlosenhilfe gestrichen. Man "musste" die WestLB retten.
Er dürfte als Person am Geschehen die "Faxen dicke" haben. Er erlebt, was die Kürzungen im Sozialbereich bedeuten. Sein Verhalten darf unterschiedlich bewertet werden. Wir maßen uns kein Urteil an. Es ist bezeichnend, wie die ganzen Moralapostel sich zu Wort melden. Nieder mit dem Delinquenten. Höchststrafe?! Teeren, federn, vierteilen? Die Obrigkeit bleibt verschont?!
Ketchupspritzer will Sauerland wieder provozieren
1.336 Zeugen befragt
Sauerland trifft Karling
Das Erinnerungsforum hat auf mittlerweile 15 Seiten viele Infos gesammelt.
Wir werden weiter einstellen, was wir finden, ob es den es-reicht-jetzt-aber-Schreibern gefällt oder nicht. Wer das schreibt, will offensichtlich seine Ruhe haben und die Ursachen nicht wissen. Wir kratzen mal eben an der Oberfläche und das reicht uns. Wir fällen ein Urteil und haben im Grunde keine Ahnung. Vergleiche mit anderen Ereignissen, wo es viel mehr Tote und Verletzte gab, sind unpassend. Jedes Opfer ist zu viel.
Liebe Betroffene, wir lassen nicht locker. Wir haben es unverletzt geschafft "heil" dem Chaos zu entfliehen. Andere hatten nicht unser Glück oder unsere Schutzengel. Die Bilder des Gesehenen und Geschehen kann man nicht so schnell löschen, es sei denn man ist ein Verdrängungskünstler.
Gruß Andy und Schwalbe in Gemeinschaftsproduktion
Duisburger Politiker boykottieren OB
Leiden sie unter Gedächtnisschwund? Wer hat die Entscheidung für die Loveparade im Stadtrat mit abgesegnet? Politiker verschiedener Parteien, die eine Mitverantwortung tragen. Das mutet ziemlich scheinheilig an. Von den mitentscheidenen Landespolitikern in der Landeshauptstadt Düsseldorf ist gar keine Rede mehr.
Die Katastrophe bei der Loveparade war absehbar
Wenn sie absehbar war, warum haben die vorher und nachher Kritiker nicht nachdrücklicher gewarnt?
Ein Kommentator stellt die Überlegung an, ob Videos und Internetseiten, die über die LP berichten, von den Ermittlungsbeamten berücksichtigt werden. Da können wir ihn oder sie beruhigen. Bei unseren Zeugenaussagen erfuhren wir von der Polizei, dass sie die Videos, Berichte im Internet, reale und virtuelle Zeugenaussagen mit über 80 Beamten auswerten.
Sie sagten, es sei wie ein Puzzle mit 1 Millionen Teilen. Wir hoffen, dass die BeamtInnen es akribisch machen. Das wäre auch in ihrem Interesse, weil man die Haupt"schuld" der Einsatzpolizei in die Schuhe schieben möchte.
Nach drei Stunden freiwilliger Zeugenaussage fühlten wir uns wie ausgequetschte Zitronen und wir haben uns gefragt, wie es für Verdächtige sein würde?!
Manch Kommentator sollte sein Gehirn einschalten, bevor er schreibt. "Der Westen" wird beschimpft, weil sie das Thema Loveparade nicht ruhen lassen. "Die WAZ" ist nicht unbedingt unsere bevorzugte Info-Quelle, aber das sie das Thema nicht aufgeben, rechnen wir den Schreibern hoch an. Die Leute sollten bedenken, dass dort Angehörige, Freunde der Toten und Verletzten lesen. Möglichweise auch die, die verletzt und traumatisiert wurden. Sie sind natürlich an den weiteren Geschehnissen und möglichen Ermittlungsergebnissen interessiert. Den Betroffenen sollte man Respekt und Mitgefühl erweisen. Sie sind auf die Regionalmedien von NRW angewiesen, weil die Massenmedien das Thema kaum noch behandeln. Auch RP Online und der WDR berichten weiter. Und das ist gut so.
Hier noch ein paar Berichte aus RP Online, die vielleicht nicht jeder kennt.
Die Trauer zieht um in einen Glas-Kubus
Der Kubus ist, gelinde geschrieben, unwürdig. Was die Trauernden hinterlassen haben, wurde teilweise hinein geworfen. Das gleicht streckenweise einem Müllhaufen.
Polizeibericht wird vorerst nicht veröffentlicht
Die Hauptermittlungen führt unseres Wissens die Polizei Köln. Die Befangenheit der Duisburger Polizei ist wohl ein schlechter Scherz, wo PolizistInnen aus ganz NRW und von der Bundespolizei im Einsatz waren.
Loveparade: Demo gegen Sauerland in Duisburg.
Rosenflashmob zum Gedenken in Krefeld.
Der Ketchup-Angriff in Duisburg.
Für die Vorverurteiler des Herrn Karling, die schreiben er solle arbeiten gehen, damit er nicht auf solche dumme Gedanken kommt: der "Attentäter" ist ein bekannter Streetworker, der mehr für Bedürftige getan hat, als es jemals ein Politiker getan hat. Er kümmert sich um Arbeits- und Obdachlose und um Drogenabhängige. Zur Erinnerung: die Regierung Rüttgers hat die Obdachlosenhilfe gestrichen. Man "musste" die WestLB retten.
Er dürfte als Person am Geschehen die "Faxen dicke" haben. Er erlebt, was die Kürzungen im Sozialbereich bedeuten. Sein Verhalten darf unterschiedlich bewertet werden. Wir maßen uns kein Urteil an. Es ist bezeichnend, wie die ganzen Moralapostel sich zu Wort melden. Nieder mit dem Delinquenten. Höchststrafe?! Teeren, federn, vierteilen? Die Obrigkeit bleibt verschont?!
Ketchupspritzer will Sauerland wieder provozieren
1.336 Zeugen befragt
Sauerland trifft Karling
Das Erinnerungsforum hat auf mittlerweile 15 Seiten viele Infos gesammelt.
Wir werden weiter einstellen, was wir finden, ob es den es-reicht-jetzt-aber-Schreibern gefällt oder nicht. Wer das schreibt, will offensichtlich seine Ruhe haben und die Ursachen nicht wissen. Wir kratzen mal eben an der Oberfläche und das reicht uns. Wir fällen ein Urteil und haben im Grunde keine Ahnung. Vergleiche mit anderen Ereignissen, wo es viel mehr Tote und Verletzte gab, sind unpassend. Jedes Opfer ist zu viel.
Liebe Betroffene, wir lassen nicht locker. Wir haben es unverletzt geschafft "heil" dem Chaos zu entfliehen. Andere hatten nicht unser Glück oder unsere Schutzengel. Die Bilder des Gesehenen und Geschehen kann man nicht so schnell löschen, es sei denn man ist ein Verdrängungskünstler.
Gruß Andy und Schwalbe in Gemeinschaftsproduktion
Donnerstag, 31. März 2011
Ein Buch über die Loveparade
Johannes Heckmann, Love Parade, Tote eiskalt kalkuliert? ISBN: 978-3-89706-424-9
Der Autor nennt schon zu Beginn alle infrage kommenden Verantwortlichen. Diverse Medien haben sich als politisch Verantwortlichen einzig und alleine auf OB Sauerland gestürzt, der offensichtlich das Bauernopfer für Ex-Innenminister Jäger und Ex-Ministerpräsident Rüttgers gespielt hat. Es darf nicht unterlassen werden die Mitverantwortung von Landespolitikern einzubeziehen. Ein Innenminister delegiert Amtsträger und die Polizei.
Das Buch beschäftigt sich mit den Ereignissen vor, während und nach der Loveparade. Besonders interessant ist der Genehmigungstrick mit der "Entfluchtungsanalyse". "Der Westen" hatte vier Tage vor der Loveparade gewarnt. Als eins der führenden Online- und Printregionalmedien (WAZ) in NRW haben sie im Vorfeld viel Reklame gemacht. Das haben unkritische andere Medien auch getan. "Der Westen" bleibt aber bisher wegen der Loveparade am Ball.
Wir möchten das Buch besonders den "selbst schuld, wenn man dahin geht" Sagern empfehlen. Vielleicht verstehen sie eher, wie es dazu kommen konnte, wenn sie die Augenzeugenberichte und die Recherchen verfolgen.
In einem Land wie Deutschland, das für seine Gründlichkeit und seinen Ordnungssinn bekannt ist, das Politiker hat, die das Sicherheitsargument bei etlichen Gelegenheiten in den Vordergrund stellen, setze ich in Sicherheitsfragen die viel zitierte deutsche Gründlichkeit voraus.
Wer die Loveparade emotional noch nicht verkraftet hat, sollte sich die Lektüre überlegen. Die Erinnerungen werden wiederbelebt. Ich sah erneut die verzweifelten Menschen vor und neben mir. Die Treppe, den Lichtmast und den Container, wo die Menschen in Panik kletterten. Am schlimmsten war es an der Treppe. Die leblos wirkenden Menschen, die hoch gezogen, getragen und gehievt wurden. Wir ahnten nicht, dass es Tote geben wird. Wer weiß, vielleicht hilft es manchem beim Verarbeiten. Es kommt darauf an, wie der Einzelne gestrickt ist.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt gegen 16 Personen. Gegen die Hauptverantwortlichen in den höchsten Positionen gehen sie offensichtlich nicht vor.
Zitat aus dem Nachwort des Buches: "...Es hat sich gezeigt, dass dem gesunden Menschenverstand zu jeder Zeit mehr Vertrauen geschenkt werden muss, als irgendwelchen abstrakten Paniktheorien oder Entfluchtungsanalysen. ....Vielleicht haben sich die Entscheidungsträger genauso an ihr Sicherheitskonzept geklammert, wie hinterher an ihre Rechtsgutachten und Untersuchungsberichte..."
Einer der größten Fehler beim Chaosausbruch war, dass es keine Durchsagen und Ansagen gab. Keine Beruhigung der Teilnehmer, keine Situationsbeschreibung, keine Angaben von Auswegen. Wer dafür zuständig war, darüber streiten sich m.W. der Veranstalter und Polizisten.
Der Autor nennt schon zu Beginn alle infrage kommenden Verantwortlichen. Diverse Medien haben sich als politisch Verantwortlichen einzig und alleine auf OB Sauerland gestürzt, der offensichtlich das Bauernopfer für Ex-Innenminister Jäger und Ex-Ministerpräsident Rüttgers gespielt hat. Es darf nicht unterlassen werden die Mitverantwortung von Landespolitikern einzubeziehen. Ein Innenminister delegiert Amtsträger und die Polizei.
Das Buch beschäftigt sich mit den Ereignissen vor, während und nach der Loveparade. Besonders interessant ist der Genehmigungstrick mit der "Entfluchtungsanalyse". "Der Westen" hatte vier Tage vor der Loveparade gewarnt. Als eins der führenden Online- und Printregionalmedien (WAZ) in NRW haben sie im Vorfeld viel Reklame gemacht. Das haben unkritische andere Medien auch getan. "Der Westen" bleibt aber bisher wegen der Loveparade am Ball.
Wir möchten das Buch besonders den "selbst schuld, wenn man dahin geht" Sagern empfehlen. Vielleicht verstehen sie eher, wie es dazu kommen konnte, wenn sie die Augenzeugenberichte und die Recherchen verfolgen.
In einem Land wie Deutschland, das für seine Gründlichkeit und seinen Ordnungssinn bekannt ist, das Politiker hat, die das Sicherheitsargument bei etlichen Gelegenheiten in den Vordergrund stellen, setze ich in Sicherheitsfragen die viel zitierte deutsche Gründlichkeit voraus.
Wer die Loveparade emotional noch nicht verkraftet hat, sollte sich die Lektüre überlegen. Die Erinnerungen werden wiederbelebt. Ich sah erneut die verzweifelten Menschen vor und neben mir. Die Treppe, den Lichtmast und den Container, wo die Menschen in Panik kletterten. Am schlimmsten war es an der Treppe. Die leblos wirkenden Menschen, die hoch gezogen, getragen und gehievt wurden. Wir ahnten nicht, dass es Tote geben wird. Wer weiß, vielleicht hilft es manchem beim Verarbeiten. Es kommt darauf an, wie der Einzelne gestrickt ist.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt gegen 16 Personen. Gegen die Hauptverantwortlichen in den höchsten Positionen gehen sie offensichtlich nicht vor.
Zitat aus dem Nachwort des Buches: "...Es hat sich gezeigt, dass dem gesunden Menschenverstand zu jeder Zeit mehr Vertrauen geschenkt werden muss, als irgendwelchen abstrakten Paniktheorien oder Entfluchtungsanalysen. ....Vielleicht haben sich die Entscheidungsträger genauso an ihr Sicherheitskonzept geklammert, wie hinterher an ihre Rechtsgutachten und Untersuchungsberichte..."
Einer der größten Fehler beim Chaosausbruch war, dass es keine Durchsagen und Ansagen gab. Keine Beruhigung der Teilnehmer, keine Situationsbeschreibung, keine Angaben von Auswegen. Wer dafür zuständig war, darüber streiten sich m.W. der Veranstalter und Polizisten.
Mittwoch, 1. Juni 2011
Loveparade: Benefizspiel des MSV Duisburg vs. Schalke 04
Aus Sport 1.de:
"Der MSV Duisburg und Schalke 04 bestreiten am Dienstag, 26. Juli 2011, ein Benefizspiel zu Gunsten der Opfer der Loveparade. Bei dem Unglück am 24. Juli 2010 waren in Duisburg 21 Menschen ums Leben gekommen."
Aus der Homepage des MSV:
"Dieses Spiel ist für uns alle eine Herzensangelegenheit', erklärte David Karpathy, Aufsichtsratsvorsitzender des MSV Duisburg. 'Wir wissen, dass wir das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen nicht lindern können. Aber wir wollen mit unseren Möglichkeiten helfen. Gemeinsam mit dem FC Schalke 04 wollen wir zeigen, dass Fußball im Revier bei aller sportlichen Rivalität verbindet."
Na, dann kommt mal zu uns ihr Königsblauen ;-). Seit Monaten rangeln die Stadtspitze, die Axa und Juristen um die Entschädigung für die überlebenden Opfer und die Hinterbliebenen. Vielleicht schafft "König" Fussball etwas, wozu sie unnötig lange brauchen und ihre Aktenberge wälzen müssen. Der Plan ist sehr nobel von den beiden Mannschaften und darf von anderen Pottmannschaften kopiert werden.
Anstatt sich über Duisburg lustig zu machen und die gesamte Stadt nebst Bürgern zu verteufeln (habe ich in vielen Kommentaren gelesen, weil etliche Menschen nicht differenzieren können), wäre Solidarität angebracht. Vor der Loveparade gab es Umfragen. Die Mehrheit der befragten Bürger hat sich gegen die Loveparade in Duisburg ausgesprochen, aber wen schert es, was die Bürger wollen.
"Der MSV Duisburg und Schalke 04 bestreiten am Dienstag, 26. Juli 2011, ein Benefizspiel zu Gunsten der Opfer der Loveparade. Bei dem Unglück am 24. Juli 2010 waren in Duisburg 21 Menschen ums Leben gekommen."
Aus der Homepage des MSV:
"Dieses Spiel ist für uns alle eine Herzensangelegenheit', erklärte David Karpathy, Aufsichtsratsvorsitzender des MSV Duisburg. 'Wir wissen, dass wir das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen nicht lindern können. Aber wir wollen mit unseren Möglichkeiten helfen. Gemeinsam mit dem FC Schalke 04 wollen wir zeigen, dass Fußball im Revier bei aller sportlichen Rivalität verbindet."
Na, dann kommt mal zu uns ihr Königsblauen ;-). Seit Monaten rangeln die Stadtspitze, die Axa und Juristen um die Entschädigung für die überlebenden Opfer und die Hinterbliebenen. Vielleicht schafft "König" Fussball etwas, wozu sie unnötig lange brauchen und ihre Aktenberge wälzen müssen. Der Plan ist sehr nobel von den beiden Mannschaften und darf von anderen Pottmannschaften kopiert werden.
Anstatt sich über Duisburg lustig zu machen und die gesamte Stadt nebst Bürgern zu verteufeln (habe ich in vielen Kommentaren gelesen, weil etliche Menschen nicht differenzieren können), wäre Solidarität angebracht. Vor der Loveparade gab es Umfragen. Die Mehrheit der befragten Bürger hat sich gegen die Loveparade in Duisburg ausgesprochen, aber wen schert es, was die Bürger wollen.
Freitag, 17. Februar 2012
Loveparade-Katastrophe war laut Gutachten „vorhersehbar“
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/loveparade/loveparade-katastrophe-war-laut-gutachten-vorhersehbar-id6361960.html
Aus einem Kommentar bei "Der Westen": "Fachleute haben schon lange vorher gewarnt. So hat der ehemalige Polizeipräsident Rolf Cebin aufgrund der örtlichen Situation dringend von der Durchführung der Veranstaltung abgeraten. Kein Kommunalpolitiker hat auf den erfahrenen Fachmann für Gefahrenabwehr gehört. Und heute will keiner aus Politik, Stadtverwaltung oder Polizei die Verantwortung für das schreckliche Ereignis übernehmen."
Aus Wikipedia:
"Ein Jahr vor dem Unglück bei der Loveparade 2010 äußerte Rolf Cebin Bedenken dagegen, das weltgrößte Techno-Festival in Duisburg durchzuführen, weil es an geeigneten Flächen mit den notwendigen Zu- und Abwegen fehle. Aus diesem und anderen Gründen forderte der Bundestagsabgeordnete und Duisburger CDU-Vorsitzende Thomas Mahlberg die Abberufung von Cebin."
Sie hätten auf Cebin hören sollen. Wer die Wahrheit sagt....
Aus einem Kommentar bei "Der Westen": "Fachleute haben schon lange vorher gewarnt. So hat der ehemalige Polizeipräsident Rolf Cebin aufgrund der örtlichen Situation dringend von der Durchführung der Veranstaltung abgeraten. Kein Kommunalpolitiker hat auf den erfahrenen Fachmann für Gefahrenabwehr gehört. Und heute will keiner aus Politik, Stadtverwaltung oder Polizei die Verantwortung für das schreckliche Ereignis übernehmen."
Aus Wikipedia:
"Ein Jahr vor dem Unglück bei der Loveparade 2010 äußerte Rolf Cebin Bedenken dagegen, das weltgrößte Techno-Festival in Duisburg durchzuführen, weil es an geeigneten Flächen mit den notwendigen Zu- und Abwegen fehle. Aus diesem und anderen Gründen forderte der Bundestagsabgeordnete und Duisburger CDU-Vorsitzende Thomas Mahlberg die Abberufung von Cebin."
Sie hätten auf Cebin hören sollen. Wer die Wahrheit sagt....
Freitag, 1. Oktober 2010
Zur Loveparade: Klage gegen R. Schaller?
Laut Radio Duisburg hat ein Opfer der Loveparde den Veranstalter Schaller verklagt. Die Vertretung übernimmt offensichtlich die Anwaltskanzlei Goldbach, die auf Schadenersatzfälle spezialisiert sein soll. Es wäre wünschenswert, wenn die anderen Angehörigen und Opfer es ebenfalls täten, falls sie es noch nicht tun. Immer druff auf die Verantwortlichen!!!
Wir waren Zeugen der Loveparade. Uns öden die gegenseitigen Schuldzuweisungen an. Wir verfolgen gerade Stuttgart21. Die Bilder der verängstigten, verletzten, ge- und bedrängten in Panik geratenen Menschen erinnern uns an die Loveparade. Der Einsatzpolizei können wir im Falle der Loveparade relativ wenig Vorwürfe machen. Sie haben Leben gerettet. Andere hatten negative Erfahrungen mit ihnen gemacht. Z.B. sollen Polizisten ihnen auf die Hände geknüppelt haben als sie über die Bauzäune wollten.
Allerdings waren dort keine gepanzerten "Robocops" wie in Stuttgart. Das sind wohl Spezialeinheiten, die einschüchternd oder provozierend wirken können. Sie kommen mir vor wie "abgerichtet". Ein Polizist soll seinen Helm weggeworfen haben, weil er nicht mehr gegen Minderjährige vorgehen will. Warum tun das nicht alle Polizisten? Wer sagt uns, dass der Stuhlwerfer ein Demonstrant war und kein Agent Provokateur? Es sind laut Polizei doch keine Steine oder Flaschen geworfen worden, sondern Kastanien. Wir entgegnen den Verantwortungsverdrängern genau das:
Und? Was hat sich seit dem geändert?
Wir waren Zeugen der Loveparade. Uns öden die gegenseitigen Schuldzuweisungen an. Wir verfolgen gerade Stuttgart21. Die Bilder der verängstigten, verletzten, ge- und bedrängten in Panik geratenen Menschen erinnern uns an die Loveparade. Der Einsatzpolizei können wir im Falle der Loveparade relativ wenig Vorwürfe machen. Sie haben Leben gerettet. Andere hatten negative Erfahrungen mit ihnen gemacht. Z.B. sollen Polizisten ihnen auf die Hände geknüppelt haben als sie über die Bauzäune wollten.
Allerdings waren dort keine gepanzerten "Robocops" wie in Stuttgart. Das sind wohl Spezialeinheiten, die einschüchternd oder provozierend wirken können. Sie kommen mir vor wie "abgerichtet". Ein Polizist soll seinen Helm weggeworfen haben, weil er nicht mehr gegen Minderjährige vorgehen will. Warum tun das nicht alle Polizisten? Wer sagt uns, dass der Stuhlwerfer ein Demonstrant war und kein Agent Provokateur? Es sind laut Polizei doch keine Steine oder Flaschen geworfen worden, sondern Kastanien. Wir entgegnen den Verantwortungsverdrängern genau das:
Und? Was hat sich seit dem geändert?
Dienstag, 19. Juli 2011
Gestern: ProSieben, Todesfalle Loveparade
Bitte hier klicken, um den Bericht zu sehen: Todesfalle Loveparade
"Diese Bilder gab es noch nie zu sehen: In der Reportage „Todesfalle Love Parade – Was geschah wirklich?“ zeigt ein Team von Focus TV, wie die Massenpanik bei der Love Parade entstehen konnte."
Ein dickes Lob vom Kinder-Alarm an die Macher der Reportage. Es ist der ausführlichste und kritischste Fernsehbericht zur LP, den wir bisher gesehen haben. Im letzten Drittel des Berichtes widmen sie sich der Fehlerfrage. Dafür haben wir keine Gutachter oder Ermittler gebraucht. Es war eindeutig zu erkennen. Wir empfehlen ihn vor allem allen Zweiflern der Warner und den Pauschalisierern. Zur Ergänzung noch dieses Multiperspectivevideo.
Dank der Ansicht von Videos haben wir den Mann entdeckt, der den entscheidenden Hinweis in dem Gedrängel gab. Gegen 16.45 h gab es noch eine kleine Lücke durch die wir mit anderen geschlüpft sind und den noch halbwegs freien Tunnel Richtung Neudorf durchlaufen konnten. Wir wissen bis heute nicht, wer der Mann ist, dem wir vertraut haben. Die Aufnahmen sind am Geländer zu dunkel.
Die meisten waren so sehr mit Überlebenskampf beschäftigt, dass sie darauf nicht geachtet haben, was verständlich ist. Meine Schwester hat ihn und seine Hinweise gesehen. Dann sah ich hin. Hören konnten wir ihn nicht. Seine rettenden Handzeichen haben wir richtig gedeutet. Und dann nix wie weg. Es gab Leute, die wir nicht überzeugen konnten mitzugehen. Alle anderen zeigten in Richtung Gelände damit die Leute, die nach Hause wollten, zurück gehen. Es hätte nichts genützt.
Standardvorurteile waren und sind: Reine Jugendlichenveranstaltung, alles Besoffene und Bekiffte, die selbst schuld sind, Randalierer, der "Unterschichtenabschaum" oder Pöbel. Schauen Sie genau hin, dann wissen Sie, dass es pauschal nicht stimmt.
Auf jedem Dorf-, Stadt(teil)-, Schützenfest oder ähnlichem wird, prozentual zur Besucherzahl gesehen, mehr gesoffen als bei der LP. Kleines reales "Anekdötchen": Am WE unterhielten sich CDU-Politiker Bier trinkend an einem Bierstand und es fiel der Satz: "Selbst schuld, die Besoffenen und Bekifften der Loveparade." Erwischt! Das hat sich u.a. über Facebook verbreitet wie ein Lauffeuer. Wer so unverschämt ist, muss sich nicht wundern, wenn die Leute immer ärgerlicher werden.
Aktuell habe ich erfahren, dass die Mitarbeiter des Pennymarkt an der Karl-Lehr-Straße, der am Tag der Loveparade geöffnet war, nach dem Bekanntwerden der Massenpanik von oben die Weisung bekamen sofort alles stehen und liegen zu lassen, zu schließen und sich in Sicherheit zu bringen. Das ist Verantwortungsbewusstsein. Sie haben ihre Autos stehen gelassen und sind zu Fuß über die Kommandantenstraße abgestrizt.
Wenn Besucher, Betroffene und Duisburger nachhaltig bleiben, könnte es zu einer hoffentlich lückenlosen Aufklärung kommen. Nur Beharrlichkeit siegt. Wenn Sauerland so tut als würden in seiner Verwaltung keine Fehler gemacht, hat er noch mehr an Glaubwürdigkeit verloren.
"Diese Bilder gab es noch nie zu sehen: In der Reportage „Todesfalle Love Parade – Was geschah wirklich?“ zeigt ein Team von Focus TV, wie die Massenpanik bei der Love Parade entstehen konnte."
Ein dickes Lob vom Kinder-Alarm an die Macher der Reportage. Es ist der ausführlichste und kritischste Fernsehbericht zur LP, den wir bisher gesehen haben. Im letzten Drittel des Berichtes widmen sie sich der Fehlerfrage. Dafür haben wir keine Gutachter oder Ermittler gebraucht. Es war eindeutig zu erkennen. Wir empfehlen ihn vor allem allen Zweiflern der Warner und den Pauschalisierern. Zur Ergänzung noch dieses Multiperspectivevideo.
Dank der Ansicht von Videos haben wir den Mann entdeckt, der den entscheidenden Hinweis in dem Gedrängel gab. Gegen 16.45 h gab es noch eine kleine Lücke durch die wir mit anderen geschlüpft sind und den noch halbwegs freien Tunnel Richtung Neudorf durchlaufen konnten. Wir wissen bis heute nicht, wer der Mann ist, dem wir vertraut haben. Die Aufnahmen sind am Geländer zu dunkel.
Die meisten waren so sehr mit Überlebenskampf beschäftigt, dass sie darauf nicht geachtet haben, was verständlich ist. Meine Schwester hat ihn und seine Hinweise gesehen. Dann sah ich hin. Hören konnten wir ihn nicht. Seine rettenden Handzeichen haben wir richtig gedeutet. Und dann nix wie weg. Es gab Leute, die wir nicht überzeugen konnten mitzugehen. Alle anderen zeigten in Richtung Gelände damit die Leute, die nach Hause wollten, zurück gehen. Es hätte nichts genützt.
Standardvorurteile waren und sind: Reine Jugendlichenveranstaltung, alles Besoffene und Bekiffte, die selbst schuld sind, Randalierer, der "Unterschichtenabschaum" oder Pöbel. Schauen Sie genau hin, dann wissen Sie, dass es pauschal nicht stimmt.
Auf jedem Dorf-, Stadt(teil)-, Schützenfest oder ähnlichem wird, prozentual zur Besucherzahl gesehen, mehr gesoffen als bei der LP. Kleines reales "Anekdötchen": Am WE unterhielten sich CDU-Politiker Bier trinkend an einem Bierstand und es fiel der Satz: "Selbst schuld, die Besoffenen und Bekifften der Loveparade." Erwischt! Das hat sich u.a. über Facebook verbreitet wie ein Lauffeuer. Wer so unverschämt ist, muss sich nicht wundern, wenn die Leute immer ärgerlicher werden.
Aktuell habe ich erfahren, dass die Mitarbeiter des Pennymarkt an der Karl-Lehr-Straße, der am Tag der Loveparade geöffnet war, nach dem Bekanntwerden der Massenpanik von oben die Weisung bekamen sofort alles stehen und liegen zu lassen, zu schließen und sich in Sicherheit zu bringen. Das ist Verantwortungsbewusstsein. Sie haben ihre Autos stehen gelassen und sind zu Fuß über die Kommandantenstraße abgestrizt.
Wenn Besucher, Betroffene und Duisburger nachhaltig bleiben, könnte es zu einer hoffentlich lückenlosen Aufklärung kommen. Nur Beharrlichkeit siegt. Wenn Sauerland so tut als würden in seiner Verwaltung keine Fehler gemacht, hat er noch mehr an Glaubwürdigkeit verloren.
Sonntag, 3. Juli 2011
Loveparade: Trauerfeier
Kirchenglocken läuten am Loveparade-Jahrestag in Duisburg
„Aber ich kann mich ja nicht klonen und an zwei Terminen gleichzeitig teilnehmen“, Sauerland. Zwei oder mehr von der Sorte brauchen wir nicht.
OB Sauerland beschränkt sich auf Skandalmanagement
DFL legt Heimspiel des MSV wegen Loveparade-Gedenkfeier auf Freitag
Das wollten wir dem DFL auch geraten haben. Es wäre eine Belastung für den MSV am 24. Juli 2011 ein Heimspiel spielen zu müssen. Was die meisten nicht wissen und die Presse nicht berichtet: MSV-Anhänger fingen an sich aufzulehnen. Sie wollten die Jahreskarten zurückgeben und die kommenden Spiele meiden. Ein Verein ist nichts ohne seine Anhänger. Eine Partei ist ohne Anhänger auch nichts. Jeder von uns kann etwas bewegen. Man muss es machen. Mein Sohn hatte recht: "Mama, ich schwöre dir, an dem Tag spielen sie nicht."
Es gibt immer wieder Pfeifen, die schreiben: "Jetzt ist es genug mit dem Gedenken. Och, dann kommen wieder "nur" ein paar tausend Leute." Warum kommen die Großmäuler nicht?
Lasst die Leute trauern und gedenken wie sie wollen. Wer in die Arena gehen will, geht in die Arena. Wer in den Tunnel will oder auf die Rampe tut es. Wer lieber zu Hause bleiben will, bleibt zu Hause. Wer nicht in dem Gedrängel war hat keine Vorstellung, was sich abspielte. Eltern haben ihr Kind verloren. Ihr ganzes Leben ist durcheinander geraten. Der Tod bedeutet Endgültigkeit. Überlebende haben die Bilder heute noch vor ihrem geistigen Auge. Salbungsvolles Politikergesabbel über schonungslose Aufklärung und Konsequenzen wäre fehl am Platze. Was sie reden, tun sie so gut wie nie.
Trauer ist eine Mischung aus negativen Gefühlen. Es bringt nichts sie von sich wegzuschieben. Sie holen einen irgendwann ein.
Bei der Loveparade gab es Handy-, Übertragungs- und Funkprobleme:
Wollen wir es der Polizei anlasten oder der Landesregierung, die seit Jahren Geld sparen will und den Analogfunkverkehr nicht auf digital umstellen wollte? Handynetze kann man gezielt abschalten und umleiten. Bestimmte Personen konnten sie nutzen. Hauptsächlich VIPs. Bei ihnen lief ihr Handy. Im Tunnel gab es Funklöcher.
„Aber ich kann mich ja nicht klonen und an zwei Terminen gleichzeitig teilnehmen“, Sauerland. Zwei oder mehr von der Sorte brauchen wir nicht.
OB Sauerland beschränkt sich auf Skandalmanagement
DFL legt Heimspiel des MSV wegen Loveparade-Gedenkfeier auf Freitag
Das wollten wir dem DFL auch geraten haben. Es wäre eine Belastung für den MSV am 24. Juli 2011 ein Heimspiel spielen zu müssen. Was die meisten nicht wissen und die Presse nicht berichtet: MSV-Anhänger fingen an sich aufzulehnen. Sie wollten die Jahreskarten zurückgeben und die kommenden Spiele meiden. Ein Verein ist nichts ohne seine Anhänger. Eine Partei ist ohne Anhänger auch nichts. Jeder von uns kann etwas bewegen. Man muss es machen. Mein Sohn hatte recht: "Mama, ich schwöre dir, an dem Tag spielen sie nicht."
Es gibt immer wieder Pfeifen, die schreiben: "Jetzt ist es genug mit dem Gedenken. Och, dann kommen wieder "nur" ein paar tausend Leute." Warum kommen die Großmäuler nicht?
Lasst die Leute trauern und gedenken wie sie wollen. Wer in die Arena gehen will, geht in die Arena. Wer in den Tunnel will oder auf die Rampe tut es. Wer lieber zu Hause bleiben will, bleibt zu Hause. Wer nicht in dem Gedrängel war hat keine Vorstellung, was sich abspielte. Eltern haben ihr Kind verloren. Ihr ganzes Leben ist durcheinander geraten. Der Tod bedeutet Endgültigkeit. Überlebende haben die Bilder heute noch vor ihrem geistigen Auge. Salbungsvolles Politikergesabbel über schonungslose Aufklärung und Konsequenzen wäre fehl am Platze. Was sie reden, tun sie so gut wie nie.
Trauer ist eine Mischung aus negativen Gefühlen. Es bringt nichts sie von sich wegzuschieben. Sie holen einen irgendwann ein.
Bei der Loveparade gab es Handy-, Übertragungs- und Funkprobleme:
Wollen wir es der Polizei anlasten oder der Landesregierung, die seit Jahren Geld sparen will und den Analogfunkverkehr nicht auf digital umstellen wollte? Handynetze kann man gezielt abschalten und umleiten. Bestimmte Personen konnten sie nutzen. Hauptsächlich VIPs. Bei ihnen lief ihr Handy. Im Tunnel gab es Funklöcher.
Dienstag, 1. Februar 2011
Vorurteile gegenüber Duisburg oder den "Pott"
NRW-Innenminister Jäger steht wegen seiner Äußerungen über Duisburg in der Kritik. Er soll gesagt haben man assoziiere mit Duisburg nur Negativbegriffe wie Mafia, Bandidos und Loveparade.
Duisburg ist eine Stadt wie viele andere auch. Sie hat schöne, mittelschöne/-hässliche und schäbige Ecken oder Stadtteile. Die Berichterstattung über Duisburg ist meist negativ. Mit solchen Äußerungen liegt Herr Jäger richtig.
Die italienische, japanische, russische oder "jugoslawische" Mafia gibt es in vielen Städten Deutschlands. Vielleicht morden sie dort geschickter oder woanders? Die Bandidos und ihre Kontrahenten Hells Angels sind in mehreren Städten Deutschlands vertreten. Das Loveparade-Drama hat Ausmaße angenommen, für die man viele Beteiligte verantwortlich machen sollte. Sie stellen sich allerdings nicht ihrer Verantwortung. Dazu aktuell: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Polizei-Gewerkschaft-uebt-Kritik-an-neuen-Vorwuerfen-zur-Loveparade-Tragoedie-id4228738.html
Das angeblich so dreckige Ruhrgebiet hat Jahrzehnte mit ihren Arbeitern für die Vergehen der Politik bezahlt und andere am Leben erhalten. Das ist ganz passabel recherchiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Ruhrgebiets
Manche Menschen assoziieren mit Duisburg Marxloh, Meiderich oder Bruckhausen. Davon haben sie gelesen oder sind mal durchgefahren. Ja, keine so schönen Stadtteile. Sie glauben, Duisburg sei die Welt von Schimanski. Der am Sonntag gesendete Schimanski-Tatort "Schuld und Sühne", der heiße Themen berührte, wurde teilweise nicht in Duisburg gedreht. Die Figur "Schimanski" gibt den bedingten "rauen Charme" Duisburgs und des Ruhrgebietes wieder. Das ist eben nicht einzig und allein das Tor zum "Pott" oder das Ruhrgebiet. Mit "Schranke" meinte er an der Imbissbude Pommes rot-weiss.
Versuchen Sie es mal mit diesem Interview: http://www.wdr.de/themen/panorama/loveparade_2010/aktuell/interview_karutz.jhtml
Daraus ein Zitat: "Dieses Revier hat andere Regionen in der Nachkriegszeit am Leben gehalten, das hat sich krumm gemacht für Deutschland. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dieses Geschichtsbewusstsein zu aktivieren, und zwar zukunftsgewandt."
Bewegen für uns vom Duisburger Norden weg. Nach Neudorf, Wedau mit dem Sportpark, dem Kaiserberg, wo der Duisburger Zoo liegt, Serm, Buchholz, Großenbaum, Bissingheim, dem Innenhafen, dem Naherholungsgebiet Sechs-Seen-Platte, dem Landschaftspark Nord, dem Stadtwald, der nach Mülheim a.d. Ruhr führt. Da grünt es überall so grün...Na ja, im Moment gerade nicht so. Wir sehen wegen des Winters eher weiss.
Sind die World Games 2005 vergessen, die Marathonläufe Rhein-Ruhr, die Inlinerskaterrennen? Und, und, und. Ab Frühjahr kann man sich vor Festen und Ausstellungen in der Innenstadt kaum retten. Stadtfeste, Matjesmarkt, Lack und Chrom, Handwerkermärkte. Die alljährliche Drachenbootregatta im Innenhafen, Ruhrort in "Flammen", das beliebte Hafenfest in Ruhrort, die vielen Aktivitäten der Kanu- und Schwimmvereine, die Regattabahn.
Und ätsch, der MSV zieht ins DFB-Halbfinale gegen Cottbus. Wenn die datt schaffen, singe ich das Zebralied. Bei Herne-West (Schalke) als Gegner hätte ich ja arge Bedenken. Das Ruhrgebiet hat einen Wandel vollzogen. Es ist nicht mehr das graue Industriegebiet der Republik. Fast alle Zechen sind geschlossen worden. Industrieunternehmen sind ins Ausland gezogen. Die Technologie ist auf dem Vormarsch. Manche Leute haben es halt immer noch nicht begriffen und sind in der Vergangenheit stehen geblieben.
Nach der Loveparade macht man sich Gedanken wegen des Sicherheitskonzeptes für den Duisburger Rosenmontagszug, der mittlerweile teilweise länger und prunkvoller ist als in den bekannten Karnevalshochburgen. Davon wollen Kölle, Mäinz und Düssel"doof" nichts wissen. Der Rosenmontagszug zieht von Neudorf bis zum Innenhafen. Es gibt ein paar Polizeiabsperrungen zur Verkehrsregelung. Das ist kein eingezäuntes Gebiet mit nur einem Zugang. Wer nicht mehr teilnehmen oder dazu kommen möchte, kann es ungehindert tun. Es gibt genug Fluchtwege und keine Staustellen. Der Weg des Rosenmontagszuges mit den breiten Straßen und Bürgersteigen wäre der passende für die Floats oder der Mucketrucks gewesen, aber....
Ich bin nicht im Ruhrgebiet geboren. Ich bin mit ihm verwachsen. Mit der direkten, manchmal ungehobelt wirkenden Art, komme ich besser klar, als mit dem verlogenem Vornehmgetue von anderen. Die Sprache habe ich gelernt. Was sie sagen, meinen sie i.d.R. In vielen gebürtigen Ruhrgebietsbewohnern steckt noch die Kumpelmentalität, die aus dem ehemaligem Bergbau resultieren soll. Hat man einen von ihnen zum Freund, hat man einen guten Freund, der bereit ist ziemlich alles für einen zu tun.
Eine häufige Meinung ist, im Ruhrgebiet leben nur Prolls. Watt fürn Ding? Dann sind wir Prolls. Ich behaupte auch nicht alle Schwaben seien geizig und alle Münchner gehören der Schickeria an. Die Vorurteilskette ließe sich beliebig fortsetzen.
Grüße ussem Pott an die Vorurteilsbehafteten und mit meinem genussvollen Blick auf den Kaiserberg und dem nahen Stadtwald verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
P.S. Wir mögen Schimanski :-) Wissen Sie, was "bott" ist? Nein? Das lernt man im "Pott".
Duisburg ist eine Stadt wie viele andere auch. Sie hat schöne, mittelschöne/-hässliche und schäbige Ecken oder Stadtteile. Die Berichterstattung über Duisburg ist meist negativ. Mit solchen Äußerungen liegt Herr Jäger richtig.
Die italienische, japanische, russische oder "jugoslawische" Mafia gibt es in vielen Städten Deutschlands. Vielleicht morden sie dort geschickter oder woanders? Die Bandidos und ihre Kontrahenten Hells Angels sind in mehreren Städten Deutschlands vertreten. Das Loveparade-Drama hat Ausmaße angenommen, für die man viele Beteiligte verantwortlich machen sollte. Sie stellen sich allerdings nicht ihrer Verantwortung. Dazu aktuell: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Polizei-Gewerkschaft-uebt-Kritik-an-neuen-Vorwuerfen-zur-Loveparade-Tragoedie-id4228738.html
Das angeblich so dreckige Ruhrgebiet hat Jahrzehnte mit ihren Arbeitern für die Vergehen der Politik bezahlt und andere am Leben erhalten. Das ist ganz passabel recherchiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Ruhrgebiets
Manche Menschen assoziieren mit Duisburg Marxloh, Meiderich oder Bruckhausen. Davon haben sie gelesen oder sind mal durchgefahren. Ja, keine so schönen Stadtteile. Sie glauben, Duisburg sei die Welt von Schimanski. Der am Sonntag gesendete Schimanski-Tatort "Schuld und Sühne", der heiße Themen berührte, wurde teilweise nicht in Duisburg gedreht. Die Figur "Schimanski" gibt den bedingten "rauen Charme" Duisburgs und des Ruhrgebietes wieder. Das ist eben nicht einzig und allein das Tor zum "Pott" oder das Ruhrgebiet. Mit "Schranke" meinte er an der Imbissbude Pommes rot-weiss.
Versuchen Sie es mal mit diesem Interview: http://www.wdr.de/themen/panorama/loveparade_2010/aktuell/interview_karutz.jhtml
Daraus ein Zitat: "Dieses Revier hat andere Regionen in der Nachkriegszeit am Leben gehalten, das hat sich krumm gemacht für Deutschland. Ich glaube, es ist ganz wichtig, dieses Geschichtsbewusstsein zu aktivieren, und zwar zukunftsgewandt."
Bewegen für uns vom Duisburger Norden weg. Nach Neudorf, Wedau mit dem Sportpark, dem Kaiserberg, wo der Duisburger Zoo liegt, Serm, Buchholz, Großenbaum, Bissingheim, dem Innenhafen, dem Naherholungsgebiet Sechs-Seen-Platte, dem Landschaftspark Nord, dem Stadtwald, der nach Mülheim a.d. Ruhr führt. Da grünt es überall so grün...Na ja, im Moment gerade nicht so. Wir sehen wegen des Winters eher weiss.
Sind die World Games 2005 vergessen, die Marathonläufe Rhein-Ruhr, die Inlinerskaterrennen? Und, und, und. Ab Frühjahr kann man sich vor Festen und Ausstellungen in der Innenstadt kaum retten. Stadtfeste, Matjesmarkt, Lack und Chrom, Handwerkermärkte. Die alljährliche Drachenbootregatta im Innenhafen, Ruhrort in "Flammen", das beliebte Hafenfest in Ruhrort, die vielen Aktivitäten der Kanu- und Schwimmvereine, die Regattabahn.
Und ätsch, der MSV zieht ins DFB-Halbfinale gegen Cottbus. Wenn die datt schaffen, singe ich das Zebralied. Bei Herne-West (Schalke) als Gegner hätte ich ja arge Bedenken. Das Ruhrgebiet hat einen Wandel vollzogen. Es ist nicht mehr das graue Industriegebiet der Republik. Fast alle Zechen sind geschlossen worden. Industrieunternehmen sind ins Ausland gezogen. Die Technologie ist auf dem Vormarsch. Manche Leute haben es halt immer noch nicht begriffen und sind in der Vergangenheit stehen geblieben.
Nach der Loveparade macht man sich Gedanken wegen des Sicherheitskonzeptes für den Duisburger Rosenmontagszug, der mittlerweile teilweise länger und prunkvoller ist als in den bekannten Karnevalshochburgen. Davon wollen Kölle, Mäinz und Düssel"doof" nichts wissen. Der Rosenmontagszug zieht von Neudorf bis zum Innenhafen. Es gibt ein paar Polizeiabsperrungen zur Verkehrsregelung. Das ist kein eingezäuntes Gebiet mit nur einem Zugang. Wer nicht mehr teilnehmen oder dazu kommen möchte, kann es ungehindert tun. Es gibt genug Fluchtwege und keine Staustellen. Der Weg des Rosenmontagszuges mit den breiten Straßen und Bürgersteigen wäre der passende für die Floats oder der Mucketrucks gewesen, aber....
Ich bin nicht im Ruhrgebiet geboren. Ich bin mit ihm verwachsen. Mit der direkten, manchmal ungehobelt wirkenden Art, komme ich besser klar, als mit dem verlogenem Vornehmgetue von anderen. Die Sprache habe ich gelernt. Was sie sagen, meinen sie i.d.R. In vielen gebürtigen Ruhrgebietsbewohnern steckt noch die Kumpelmentalität, die aus dem ehemaligem Bergbau resultieren soll. Hat man einen von ihnen zum Freund, hat man einen guten Freund, der bereit ist ziemlich alles für einen zu tun.
Eine häufige Meinung ist, im Ruhrgebiet leben nur Prolls. Watt fürn Ding? Dann sind wir Prolls. Ich behaupte auch nicht alle Schwaben seien geizig und alle Münchner gehören der Schickeria an. Die Vorurteilskette ließe sich beliebig fortsetzen.
Grüße ussem Pott an die Vorurteilsbehafteten und mit meinem genussvollen Blick auf den Kaiserberg und dem nahen Stadtwald verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
P.S. Wir mögen Schimanski :-) Wissen Sie, was "bott" ist? Nein? Das lernt man im "Pott".
Dienstag, 24. Januar 2012
Keine Experimente: OB Sauerland und die CDU starten doch Wahlkampagne
Die Zwischenstände sind durchgesickert. Radio DU hat sie bekannt gegeben. Bekommen er und seine Parteigenossen Muffensausen?
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/ob-adolf-sauerland-und-die-cdu-starten-nun-doch-eine-wahlkampagne-id6277984.html
"Am Freitag sagte OB Adolf Sauerland, er wolle vor dem Bürgerentscheid keinen Wahlkampf führen, nun hat er ihn eröffnet: mit einer Website und Flyern, die der CDU-Kreisverband drucken ließ. Darin rechtfertigt er erneut sein Verhalten nach der Loveparade und die Sicherheitsvorkehrungen der Stadt."
Wer schauen möchte, dem stellen wir eine Märchenstunde vor. http://adolf-sauerland.de/_cms/
Er zählt seine Erfolge auf. Die Fehler verschweigt er. Die Worte "eine Gruppe von Bürgern" sind mMn ein klarer Fall von Realitätsverlust. Es arbeiten diverse Initiativen zusammen und sie sind fleißig.
Weiteres Zitat: "Es hat bisher keinen Wahlkampf meinerseits gegeben und es gibt ihn auch in den nächsten Wochen nicht“, sagte Sauerland. „Schließlich handelt es sich nicht um eine Wahl, sondern um eine Abstimmung“. Die Kampagne konterkariert seine Aussage, zudem ist auf den Flyern explizit von einer „Wahl am 12. Februar“ die Rede."
Ach so, jetzt ist es doch eine Wahl. Der Slogan "Keine Experimente" ist der blanke Hohn. Die Loveparade war ein gefährliches "Experiment" entgegen dem mehrheitlichen Willen der befragten Bürger. Bochum hatte mit der Ablehnung der LP weitsichtig und realistisch reagiert. Er hat nicht nur den ehemaligen Slogan von Adenauer übernommen. Anscheinend sagt er sich wie er, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Der Mann tritt von einem Fettnäpfchen ins andere. Weiter so! Das macht die Bürger umso ärgerlicher.
Unsere Leser haben hoffentlich Verständnis, dass wir als Zeugen der Loveparade, den schrecklichen Folgen und dem Verhalten der Stadtspitze von dem Thema nicht lassen können und wollen. Es hätte auch unsere Kinder, uns, Verwandte und Freunde treffen können. Wir sind mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davon gekommen. Wir fühlen uns den Opfern und Hinterbliebenen verbunden. Diese Bilder und Erlebnisse vergisst man nicht so schnell.
Am heutigen Tag ist die Loveparade 1 1/2 Jahre her.
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/ob-adolf-sauerland-und-die-cdu-starten-nun-doch-eine-wahlkampagne-id6277984.html
"Am Freitag sagte OB Adolf Sauerland, er wolle vor dem Bürgerentscheid keinen Wahlkampf führen, nun hat er ihn eröffnet: mit einer Website und Flyern, die der CDU-Kreisverband drucken ließ. Darin rechtfertigt er erneut sein Verhalten nach der Loveparade und die Sicherheitsvorkehrungen der Stadt."
Wer schauen möchte, dem stellen wir eine Märchenstunde vor. http://adolf-sauerland.de/_cms/
Er zählt seine Erfolge auf. Die Fehler verschweigt er. Die Worte "eine Gruppe von Bürgern" sind mMn ein klarer Fall von Realitätsverlust. Es arbeiten diverse Initiativen zusammen und sie sind fleißig.
Weiteres Zitat: "Es hat bisher keinen Wahlkampf meinerseits gegeben und es gibt ihn auch in den nächsten Wochen nicht“, sagte Sauerland. „Schließlich handelt es sich nicht um eine Wahl, sondern um eine Abstimmung“. Die Kampagne konterkariert seine Aussage, zudem ist auf den Flyern explizit von einer „Wahl am 12. Februar“ die Rede."
Ach so, jetzt ist es doch eine Wahl. Der Slogan "Keine Experimente" ist der blanke Hohn. Die Loveparade war ein gefährliches "Experiment" entgegen dem mehrheitlichen Willen der befragten Bürger. Bochum hatte mit der Ablehnung der LP weitsichtig und realistisch reagiert. Er hat nicht nur den ehemaligen Slogan von Adenauer übernommen. Anscheinend sagt er sich wie er, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Der Mann tritt von einem Fettnäpfchen ins andere. Weiter so! Das macht die Bürger umso ärgerlicher.
Unsere Leser haben hoffentlich Verständnis, dass wir als Zeugen der Loveparade, den schrecklichen Folgen und dem Verhalten der Stadtspitze von dem Thema nicht lassen können und wollen. Es hätte auch unsere Kinder, uns, Verwandte und Freunde treffen können. Wir sind mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davon gekommen. Wir fühlen uns den Opfern und Hinterbliebenen verbunden. Diese Bilder und Erlebnisse vergisst man nicht so schnell.
Am heutigen Tag ist die Loveparade 1 1/2 Jahre her.
Freitag, 22. April 2011
Veranstaltungsort für den Gedenktag der Loveparade-Opfer am 24. Juli 2011
Welcher Veranstaltungsort?
"Am 24. Juli jährt sich die Tragödie der Loveparade, bei der 21 Menschen ums Leben kamen, zum ersten Mal. Für das geplante Gedenken unter Federführung der NRW-Landesregierung muss allerdings noch ein geeigneter Veranstaltungsort gefunden werden."
Die Landesregierung will es in die Hand nehmen. Hoffentlich vergessen sie nicht, dass die vorherige Landesregierung daran beteiligt war.
"Das Vertrauen der Hinterbliebenen in Ministerpäsidentin Hannelore Kraft“, so erklärte ein Sprecher der Staatskanzlei gegenüber der NRZ, „ist seit dem Gedenkgottesdienst vom vergangenen Jahr sehr groß.“ Wer es glaubt...
Die MSV-Arena ist als Gedenkveranstaltungsort im Gespräch und man bezweifelt, ob der MSV damit einverstanden sei, weil sie könnten am 24. Juli 2011 ein Spiel veranstalten wollen. Was soll der Unfug? So sehr würde der MSV nicht an seinem mehr oder weniger leicht lädiertem Spielimage kratzen wollen. Wer gegen Herne West verliert, das ist unser MSV.
Der Landschaftspark ist im Gespräch. Ihn hätte man als Veranstaltungsort wählen sollen. Viele Probleme hätte es nicht gegeben.
Wir schließen uns diesem Kommentar an: "Solange niemand die politische Verantwortung für die Katastrophe übernommen hat, ist diese Veranstaltung eine Farce."
Der sinnvolle Gedenkort wäre das Veranstaltungsgelände der Loveparade.
"Am 24. Juli jährt sich die Tragödie der Loveparade, bei der 21 Menschen ums Leben kamen, zum ersten Mal. Für das geplante Gedenken unter Federführung der NRW-Landesregierung muss allerdings noch ein geeigneter Veranstaltungsort gefunden werden."
Die Landesregierung will es in die Hand nehmen. Hoffentlich vergessen sie nicht, dass die vorherige Landesregierung daran beteiligt war.
"Das Vertrauen der Hinterbliebenen in Ministerpäsidentin Hannelore Kraft“, so erklärte ein Sprecher der Staatskanzlei gegenüber der NRZ, „ist seit dem Gedenkgottesdienst vom vergangenen Jahr sehr groß.“ Wer es glaubt...
Die MSV-Arena ist als Gedenkveranstaltungsort im Gespräch und man bezweifelt, ob der MSV damit einverstanden sei, weil sie könnten am 24. Juli 2011 ein Spiel veranstalten wollen. Was soll der Unfug? So sehr würde der MSV nicht an seinem mehr oder weniger leicht lädiertem Spielimage kratzen wollen. Wer gegen Herne West verliert, das ist unser MSV.
Der Landschaftspark ist im Gespräch. Ihn hätte man als Veranstaltungsort wählen sollen. Viele Probleme hätte es nicht gegeben.
Wir schließen uns diesem Kommentar an: "Solange niemand die politische Verantwortung für die Katastrophe übernommen hat, ist diese Veranstaltung eine Farce."
Der sinnvolle Gedenkort wäre das Veranstaltungsgelände der Loveparade.
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